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Meine Stadt Kein Schmerzensgeld für böses Foul
Hannover Meine Stadt Kein Schmerzensgeld für böses Foul
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17:54 13.07.2010
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Von Annette Rose

Hannover. Geklagt hatte der Mann auf 21 900 Euro für einen dreimonatigen Verdienstausfall und 6500 Euro Schmerzensgeld, zusammen 28 400 Euro. Ein Spieler der gegnerischen Mannschaft des 1. FC Wunstorf habe ihn von hinten brutal ausgegrätscht. Nach Vernehmung von elf Spielern beider Mannschaften und des Schiedsrichters sah Richter Kai Veldtrup das anders: Möglicherweise seien die Altherren mit Übermotivation bei der Sache gewesen, aber einen gezielten Angriff auf das Bein des Klägers könne er nicht feststellen. Der Verletzte sei den Beweis schuldig geblieben.

Das Spiel, das im Oktober 2008 mit 6:3 für die Wunstorfer geendet hatte, beschäftigte das Landgericht an mehreren Verhandlungstagen. Der angebliche Treter beteuerte, er sei „beim Kampf um den Ball“ seinen Gegner nur von der Seite angegangen. Das sei kein Foul gewesen. So hatte es auch der Schiedsrichter gesehen.

Anwalt und Fußballfan Matthias Waldraff nannte das Urteil „aus Sportlersicht beruhigend“. Beim Kampf um den Ball müsse die Justiz außen vor bleiben.

Das gerichtliche Nachspiel wird für den verletzten Kläger übrigens teuer: Er kann mit fast 5000 Euro Prozesskosten rechnen.

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