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Meine Stadt Kein Nachwuchs für die Märkte
Hannover Meine Stadt Kein Nachwuchs für die Märkte
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00:16 09.12.2015
GROSSE LÜCKEN: Auf dem Markt am Roderbruch war am Freitag trotz guten Wetters nicht viel los. Quelle: Frank Wilde
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Hannover

„Auf einigen Wochenmärkten ist die Neuvergabe mangels Nachfrage schwierig. Das hängt vor allem damit zusammen, dass für den Beruf der Marktbeschicker zunehmend der Nachwuchs fehlt“, bestätigt Stadtsprecher Dennis Dix.

Arthur Armbrecht, Chef im Landesverband der Markt- und Schaustellerbetriebe, wundert das nicht. „Die Leute verlieren die Lust, weil ihnen das Leben schwer gemacht wird. Wir machen uns ganz große Sorgen um die Zukunft der Märkte“, sagt er.

Ein Dorn im Auge ist dem Verband unter anderem die stark gestiegene Anzahl von Händlern, die nur gelegentlich eine Tageslizenz lösen. „Die kommen nur bei gutem Wetter und wie es ihnen passt“, ärgert sich Armbrecht. Laut Stadt lag der Anteil der Tageszahler vor zehn Jahren noch bei rund zehn Prozent. Mittlerweile ist er auf 30 Prozent angestiegen.

Ein weiteres Problem sind aus Sicht des Marktbeschickerverbandes die vielen Verkaufsbuden, die im Stadtgebiet außerhalb der Märkte aufgestellt werden. Sie gehören sogenannten Selbsterzeugern, die aus den zum Beispiel als Erdbeere gestalteten Hütten ihre Produkte verkaufen. „Wenn man an jeder Ecke alles kaufen kann, verlieren die Märkte das Besondere“, kritisiert Armbrecht. Auch hat er Zweifel, dass die Selbsterzeuger wirklich größtenteils Produkte verkaufen, die sie selbst angebaut haben. „Ich bin mir sicher, dass da in vielen Fällen deutlich mehr als die erlaubten 30 Prozent an dazugekauften Waren angeboten werden“, sagt Armbrecht.

Die Stadt räumt ein, dass die Zahl dieser Buden in Hannover in den letzten Jahren zugenommen hat. In diesem Jahr seien es auf öffentlichen Flächen rund 50 dieser Stände gewesen. „Wenn verkehrliche Gründe einer Platzierung nicht entgegen stehen, muss die entsprechende Erlaubnis erteilt werden“, erklärt Stadtsprecher Dix.

Zu allem Überfluss hat der Rat am Donnerstag nun auch noch eine Anhebung der Jahresgebühren auf Wochenmärkten beschlossen - um knapp vier Prozent, von 111,85 Euro pro Meter Länge des Standes auf 116,06 Euro. Für Arthur Armbrecht „das völlig falsche Signal“.

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