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Meine Stadt Kein Frieden bei Regiobus
Hannover Meine Stadt Kein Frieden bei Regiobus
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17:07 21.02.2018
ARCHIV - Eine Justitia steht am 25.01.2011 im Amtsgericht in Hannover. Die niedersächsische SPD will am Dienstag (21.02.2012) Klage gegen die frühere Landesregierung von Ministerpräsident Wulff, als auch gegen das aktuelle Kabinett von Regierungschef McAllister (beide CDU) erheben. Foto: Peter Steffen dpa/lni (zu lni 0063 vom 21.02.2012) +++(c) dpa - Bildfunk+++ Eine erste Entscheidung wird für Ende Juli erwartet. Quelle: picture alliance / dpa
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Schon oft haben Wilhelm Strathe (Name geändert) und die Regiobus vor dem Arbeitsgericht die Klingen gekreuzt. Der gut bezahlte Technische Leiter ist in der Firmenhierarchie die Nummer fünf. Warum sein Arbeitgeber ihn kalt stellt, weiß er selber nicht.

Seine DGB-Rechtssekretärin bemerkt aber: „Der Ton ist rauer geworden.“ In Schreiben an das Gericht schreibt Arbeitgeber-Anwalt Lutz Sonnemann: Strathe sei „ignorant und dickfällig“, er stelle „sich dümmer an als er sei“. Regiobus-Justiziarin Katja Höhn lobte an Strathe hingegen seine „Fach- und Sachkunde“. Als sie das am Donnerstag im Arbeitsgericht sagte, saß Sonnemann neben ihr.

Strathe will eigentlich wieder als Technischer Leiter mit weitreichenden Kompetenzen in Hannover arbeiten. Der Arbeitgeber hat ihn auf den Betriebshof Eldagsen versetzt. Dort soll er den Wiederaufbau des Busdepots managen.

Doch das Unternehmen will sich vom Standort Eldagsen trennen. Was soll Strathe also dort noch? Höhn: „Dort sitzen seine ganzen Ansprechpartner.“ In Eldagsen?, fragt man sich. Der Technische Leiter soll sich künftig um zahlreiche Projekte kümmern. Welche das seien, wollte Arbeitsrichter Axel von der Straten wissen. Höhn stockte und sagte dann: „Autonomes Fahren und E-Mobilität.“

Die Rechtsvertreterin von Strathe kritisierte, dass die Projekte für Strathe nicht mit Inhalten belegt seien. So beantworte der Gesamtbetriebsleiter die Mails des Klägers nicht. Der Betriebsrat beschäftige sich gerade mit einer Beschwerde von Strathe, weil er vom Gesamtbetriebsleiter ignoriert werde. Über den Gesamtbetriebsleiter hatte die NP berichtet. Er unterhielt an einem Subunternehmer eine stille Teilhaberschaft. Den Subunternehmer hatte der Gesamtbetriebsleiter in die Firma geholt.

Strathe wurde 2015 mehrfach gekündigt. Alle Kündigungen wurden vom Arbeitsgericht kassiert. Seit 2017 arbeitet er wieder für die Regiobus – mit Hindernissen. So kehrte er in seinen früheren Job nicht zurück. Er wurde nach Eldagsen versetzt und bekam eine Abmahnung. Zumindest einen Vergleich schlossen die Parteien: Die Abmahnung wird gelöscht. Im Gegenzug muss Strathe seine Arbeitsschritte dokumentieren. Was Arbeitsort und Art der Beschäftigung angeht, so will Richter von der Straten am 20. April ein Urteil verkünden. Bis dahin sei entschieden, ob Strathe noch eine angemessene Beschäftigung finde oder die Firma mit Abfindung verlasse.

Von thomas nagel

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