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Meine Stadt Kaum zu glauben: Hannover ist Deutschlands lauteste Stadt
Hannover Meine Stadt Kaum zu glauben: Hannover ist Deutschlands lauteste Stadt
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15:09 20.09.2011
Hier kann man Ruhe noch genießen: Morgens in Hannover. Quelle: Stratenschulte
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Hannover

Das Fraunhofer-Institut für Bauphysik (IBP) hat nach Angaben der gemeinnützigen GEERS-Stiftung vom Dienstag für die Studie die Lärmkarten der 27 deutschen Großstädte mit mehr als 250 000 Einwohnern ausgewertet. Sie zeigen, welche Fläche einer Stadt über den gesamten Tag und die Nacht mit Lärm von mehr als 55 dB(A) belastet ist.

Im Bezug zur Gesamtfläche einer Stadt ergebe sich so ein Ranking. Die Stiftung wolle mit der Studie Menschen für das Thema Lärm sensibilisieren, teilte ein Sprecher mit. Nach Hannover folgen als laute Städte Frankfurt am Main, Nürnberg, Bonn und Köln. Die leiseste Stadt ist Münster.

Die erstmals erstellte Lärmstudie zeige, wie stark Großstädte und damit auch die Menschen in diesen Städten von Lärm belastet sind. Einige Städte böten scheinbar viele "Rückzugsgebiete", in denen sich Menschen vom Lärm erholen können, sagte Prof. Gottfried Diller, Vorstandsvorsitzender der GEERS-Stiftung. Maßnahmen, die zum Erhalt und zum Ausbau solcher Bereiche führten, könnten auch in lauteren Städten einen positiven Beitrag zu mehr Hörkultur leisten. In Hannover sind nach Angaben der Studie fast 70 Prozent der Fläche mit einem mittleren Lärmpegel von mehr als 55 dB(A) belastet.

"Dies verdeutlicht das Ausmaß der Herausforderung, vor der wir stehen und die noch Generationen beschäftigen wird. Höchste Priorität sollten die kleineren urbanen Brennpunkte mit Lärmpegeln über 75 dB(A) haben. Hier sind Auswirkungen für die Betroffenen nahezu unvermeidlich", sagte der Leiter der Studie, Philip Leistner, Stellvertretender Institutsleiter des Fraunhofer-Instituts. Für die Analyse konnten die Forscher auf Daten zu Straßen-, Schienen-, Flug- sowie Industrie- und Gewerbelärm zugreifen. Die Studie hat gezeigt, dass die Lärmquelle mit der größten Flächenwirkung der Straßenverkehr ist, gefolgt vom Schienenverkehr. Die Gesamtfläche der durch Lärm belasteten Flächen reiche in den Städten von etwa 17 bis etwa 70 Prozent. Unterschiede zwischen den Städten ergäben sich aus über Generationen gewachsenen urbanen Strukturen. Größere Städte seien deswegen nicht zwangsläufig stärker lärmbelastet.

dpa

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