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Katastrophenschutz: Feuerwehr kritisiert fehlende Fahrzeuge

Im Katastrophenfall ist „eine der fünf Regionsfeuerwehrbereitschaften nur noch bedingt einsatzbereit“: So dramatisch beschreibt Regionsbrandmeister Karl-Heinz Mensing die mangelnde Ausstattung im Kastastrophenschutz.

Hannover. Grund: Zwei wichtige Löschfahrzeuge bei Ortsfeuerwehren in Sehnde und Uetze mussten kürzlich wegen ihres hohen Alters von 25 bis 30 Jahren abgemeldet werden. Und Ersatz ist bis auf Weiteres nicht in Sicht – trotz jahrelanger Appelle an die Bundesregierung, die damals die Fahrzeuge finanziert hat. Denn Katastrophen- und Zivilschutz wird in enger Zusammenarbeit von Bund und Ländern betrieben und bezahlt – etwa bei Großereignissen wie dem Zugunglück von Eschede, dem Elbhochwasser sowie möglicher künftiger Terroranschläge.

Trotz wiederholter Zusagen des Bundes sei jahrelang nichts passiert, kritisiert Mensing – „mit hoher Verwunderung und Kopfschütteln“. Der akute Katastrophenschutz sei zwar gewährleistet, auch durch Rückgriff auf andere Wehren in Region und Land. „Aber es könnte dann länger dauern, bis zum Beispiel bei einem großen Waldbrand die nötige Wasserförderstrecke aufgebaut ist“, gibt Detlef Hilgert zu bedenken, Brandabschnittsleiter im Osten der Region.

Zudem gingen auch die Ehrenamtlichen verloren, die die Fahrzeuge zum Teil seit Jahrzehnten „liebevoll gehegt und gepflegt“ hätten, warnt Regionsbrandmeister Mensing.

Das Problem existiert bundesweit: Von den damals insgesamt 955 angeschafften Fahrzeugen sind laut Deutschem Feuerwehrverband noch 638 übrig – davon 400 älter als 25 Jahre. Immerhin bekam die Region aus einem niedersächsischen Förderprogramm in den vergangenen Jahren zwei neue Fahrzeuge. Und der Bund hat angekündigt, bis 2020 den Feuerwehren 400 neue Fahrzeuge zu beschaffen. Ob und wann die dann aber auch in der Region Hannover landen, ist offen.

Von Harald Grube


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