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Schützenfest Hannover

Karussell-Test: Und plötzlich dreht sich alles

Mit den Fahrgeschäften ist das so eine Sache: Die einen wollen es so wild wie möglich, die anderen eher gemächlich. Das Schöne beim Schützenfest: Es gibt für jeden was. Und am Mittwoch lohnt sich der Besuch besonders, denn zum Familientag gewähren fast alle Fahrgeschäfte Rabatte.

Hannover. Die NP-Mitarbeiter Sebastian Scherer, Mandy Sarti und Christian Behrens (Fotos) haben getestet, was besonders viel Spaß macht

Für Wagemutige

Konga – das schreit nach Abenteuer. Schon, wenn man vor dem 45-Meter-Koloss steht und die Fahrgäste kreischen hört. Spätestens aber, wenn man mit Nachdruck von den Sicherheitsleuten in den Sitz gedrückt wird und der Wind immer schneller um die Nase weht. Anfänglich schaukelt Konga noch recht seicht von links nach rechts. Doch es wird schnell: Mit 120 Kilometern in der Stunde wird gewirbelt. Ordentlich Tempo, das einen hilflos darauf hoffen lässt, dass sich der Magen nicht umdreht. Mund besser geschlossen halten – den Mitfahrern zu Liebe. In einem Winkel von 120 Grad blickt man in 45 Metern Höhe entweder in die Wolken oder tief in den Abgrund. Eine Fahrt kostet fünf Euro.

Für Videospielfreunde

Das Vorbild ist ein „Toy-Story“-Ride in Disneyland, auf dem Schützenplatz geht es mit Videospiele-Thema auf Schießtour. Die Mitfahrer bekommen zwei Laserpistolen und schießen auf Schienen fahrend an diversen Charakteren aus Videospielklassikern von Mario bis Sonic angebrachte, digitale Zielscheiben. Spannend: Die Punkte werden gezählt, am Ende wird abgerechnet. Testerin Mandy Sarti beharrte nach einer Runde darauf, dass ihre Waffe nicht funktioniere – Kollege Scherer hatte fast fünf Mal so viele Punkte. Das Angebot, auf einem anderen Sitzplatz mal gegen den Budenchef anzutreten, schlug sie trotzdem aus. Vielleicht übt sie erst mal heimlich ...
Eine Fahrt kostet fünf Euro.

Für Rundendreher

Auf dem Schützenfest ist der Polyp ein Neuling.  Zwar sieht das Fahrgeschäft von außen nicht mehr allzu frisch aus, es bringt aber eine Menge Spaß: Der Polyp nimmt richtig Schwung auf. Bisweilen sogar so sehr, dass es besser ist, die Arme vor lauter Freude nicht in die Luft zu halten.  Nachher geht das noch ins Auge des Mitfahrers. Lässt man die Hände aber am Gitter, bleibt es spaßig.
Generell ist der Polyp ein guter Einstieg für den Geschwindigkeits-Marathon auf dem Schützenfest. Man wird nicht zu sehr durch die Luft gewirbelt, kann sich noch unterhalten. Außerdem das ideale Fahrgeschäft für den Familientag: Kinder ab acht dürften mitfahren. Ein Chip kostet drei, vier Chips zehn Euro.

Für unerschrockene Kinder

Für die meisten ist „Hiphop Jump“, eine Art vertikale Waschtrommel, recht spaßig. Einige Kinder lassen sich entspannt im Kreis wirbeln, reagieren auch auf kleine (beabsichtigte) Holpereien recht gelassen. Manch Älterem fehlt wohl die Übung. Mehrere entsetzte Ausrufe der Testerin Mandy Sarti sind für eine Familienzeitung kaum zitierfähig. Und auch Kollege Sebastian Scherer muss sich schon festklammern. Fazit Sarti: „Das ist ja lebensgefährlich, ich würde da meine Kinder nicht reinlassen.“ Die Kids bleiben dagegen einfach sitzen, noch ’ne Runde. Übung macht den Meister? „Nie, NIE wieder“, findet Sarti. Wer selbst testen will, zahlt für eine Runde drei, für vier Runden zehn Euro.

Für Kleine und Leichte

Schon bitter – da will man mal eine entspannte Runde drehen, und was ist? Zu groß, zu schwer. Vor allem Letzteres wäre im Alltag schon eine miese Beleidigung. Auf dem Schützenfest drücken wir mal ein Auge zu – wahrscheinlich passen wir echt nicht in die Kinderfahrgeschäfte. In „Moglis Traumfahrt“ müssen die NP-Tester stattdessen Laurentina (2) und Leonard (5) ranlassen. Deren Urteil nach einer Runde im Feuerwehrauto? Positiv. Der Bruder fordert gleich noch eine Runde für sich und die kleine Schwester. Und die Tester sind überzeugt: Auch die kleinen haben auf dem Schützenfest ihren Spaß – die Runde kostet 2,50, drei Runden sechs Euro.

Für Nostalgiker und Liebestolle

Autoscooter gehören auf dem Schützenfest zwar zu den Klassikern, sind aber immer noch „Top in“ – so heißt unser Test-Fahrgeschäft. Top ist es vor allem dann, wenn einer der Tester zuvor noch nie einen Scooter gesteuert hat (und der andere nur einmal vor etwa 20 Jahren).
Für NP-Volontärin Mandy Sarti war das Fahren völliges Neuland – auch das Balzverhalten mancher Mitarbeiter. Die steuerten ebenfalls Scooter auf der Fahrbahn – und schubsten den der jungen Frau immer wieder von einer Bande zur nächsten. Balzverhalten? Gut für Tester Sebastian Scherer. Der kam glimpflich davon und drehte sich freudig um die eigene Achse, weil er Vorwärts- und Rückwärtsgang nicht auseinanderhalten konnte.
Die etwa drei Minuten lange Fahrt im Top In kostet drei Euro, drei Chips gibt es für sechs Euro.


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