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Meine Stadt Kampf um Tarif für alle: Streik trifft Obi & Co.
Hannover Meine Stadt Kampf um Tarif für alle: Streik trifft Obi & Co.
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00:16 05.06.2017
IM FOKUS VON VERDI: in Hannover werden Obi-Märkte bestreikt. Quelle: picture alliance / dpa
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HANNOVER

„Tarifverträge für Alle!“ lautet ein Ziel der Gewerkschaft Verdi bei den Verhandlungen im Einzel- sowie Groß- und Außenhandel – am Freitag gab es daher entsprechende Streikaktionen in der Region Hannover. Und diesmal waren besonders Beschäftigte tarifloser Unternehmen wie die Baumarktkette Obi, der Modefilialist New Yorker und die Spielzeughändler Toy R Us zum Arbeitskampf aufgerufen.

Der Aufruf hatte etwa für Obi Hannover mit seinen 330 Beschäftigten in den Linden, Laatzen, Garbsen und Bückeburg spürbare Wirkung: Laut Verdi-Sekretärin Katja Hill war die Beteiligung „sehr gut. In Bückeburg lag sie bei 100 Prozent.“ Der Baumarkt dort sei zunächst geschlossen gewesen, bis „Führungskräfte aus den anderen Märkten abgezogen wurden“ und so versucht wurde, das Geschäft wieder ins Laufen zu bringen. Klaus Stoll, Konzernbetriebsratsvorsitzender bei Obi und in Hannover angestellt, sagte: „Es ist mitten in der Gartensaison, dazu noch Freitag – da gab es Engpässe und Schlangen an den Kassen – die Kunden bekamen das zu spüren.“

Laut Verdi ist nur noch ein Drittel der Einzelhändler tarifgebunden. Das für etwa bei Obi dazu, dass Beschäftigte 200 Euro monatlich weniger erhalten als Kollegen in tarifgebundenen Unternehmen. Hill: „Das Lohndumping führt zu Niedriglöhnen und so im Alter zu Armutsrenten.“ Damit ein Tarifvertrag für allgemeinverbindlich erklärt wird, braucht es auch die Zustimmung der Arbeitgeberseite – die weigere sich bislang.

Unterstützend waren am Freitag auch Beschäftigte von H&M und dem Großhändler Sanacorp (Langenhagen) zum Streik aufgerufen. Am Samstag sollen weitere Streikaktionen folgen.

Von RALPH HÜBNER

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