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Meine Stadt Kameramann will LKA verklagen
Hannover Meine Stadt Kameramann will LKA verklagen
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22:08 24.01.2010
Auf dem Weg ins Landgericht: Caroline von Monaco. Quelle: Dröse
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HANNOVER. Journalistische Einsätze um Welfenprinz Ernst August ziehen offenbar Unheil an: Nach dem Zeugenauftritt seiner Ehefrau Caroline von Hannover im Körperverletzungsprozess vor dem Landgericht Hildesheim wurde ein Kameramann verletzt.

Ein tonnenschwerer gepanzerter Audi A8 des Landeskriminalamts (LKA) soll dem 31-Jährigen, der am 13. Januar im Auftrag von RTL die Abfahrt der Zeugin filmte, über den rechten Fuß gefahren sein. Der Wagen, der als Begleitschutz eingesetzt war, fuhr weiter. Der Betroffene hatte noch Glück: Er erlitt eine Quetschung und Hämatome am Mittelfuß, gebrochen ist nichts. Die Kamera lief weiter und zeichnete einen lauten Schmerzensschrei auf.

Kurz danach erlitt der 31-Jährige infolge der Schmerzen einen Kreislaufzusammenbruch und wurde ins Hildesheimer St.-Bernward-Krankenhaus transportiert. Der Kameramann habe bis vor kurzem nicht richtig laufen können und sich nach reiflicher Überlegung entschlossen, den Vorfall nicht auf sich beruhen zu lassen, sagt Anwalt Jens Klinkert. Er vertritt das Opfer und hat vergangene Woche dem LKA mitgeteilt, dass der Geschädigte Schmerzensgeld und Verdienstausfall geltend mache. Er hat die Behörde aufgefordert, den Fahrer der Panzerlimousine zu benennen. Das Kennzeichen soll in einem Filmausschnitt zu sehen sein. „Es ist erstaunlich, dass der LKA-Beamte die Fahrt fortsetzte“, so Klinkert. Es bestehe der Verdacht der Fahrerflucht.

Der Kameramann habe links neben den LKA-Limousinen gestanden und das Fahrzeug mit der Prinzessin beim Vorbeifahren gefilmt. Dieses Fahrzeug habe ausreichend Abstand zu den etwa 30 Journalisten gehabt. Das Herannahen des Begleitfahrzeugs habe sein Mandant nicht beobachtet, weil er sich zum Hinterherfilmen umgedreht hatte. Bei dem Auto, das ihm über den Fuß fuhr, soll der Spiegel auf der Fahrerseite bei Berührung eingeklappt sein.

 Das LKA hat den Eingang des Schmerzensgeldschreibens bestätigt. Sprecher Falco Schleier: „Wir werden den Vorgang prüfen.“  aro 

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