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BLUMEN: An der Unfallstelle 
gedenken Anwohner des 
15-Jährigen.

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gedenken Anwohner des
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Sicherheit

Kaltenweide will den Zaun

Am Sonntag starb in Kaltenweide ein 15-Jähriger , der nebendem Bahnsteig über die Gleise wollte. Ein Trampelpfad zeigt: Das passiert oft. Die Kaltenweider fordern deshalb endlich einen Zaun an der Stelle. Das Grundstück gehört aber der Bahn.

Hannover. Nur reden hilft da nicht, ist Simone Beringer sicher: „Als Mutter kann ich doch immer wieder erzählen, dass es gefährlich ist, über die Gleise zu laufen. Wenn das ein paar Jugendliche machen und die anderen sehen, dass das gutgeht, da kann ich mir den Mund fusselig reden.“ Gestern trafen sich einige Kaltenweider an der Stelle, wo am Sonntag ein 15-Jähriger von einem Erixx-Regionalzug erfasst und getötet worden war (NP berichtete). Im Gras sieht man den Trampelpfad vom Fahrradständer – er war offensichtlich nicht der Erste, der neben dem Bahnsteig die Gleise überquerte. Die Kaltenweider fordern: Es muss endlich ein Zaun her. „Nur zehn Meter würden an dieser Stelle schon reichen, dann wäre es uninteressant“, sagt Beringer. Dann könnte man genauso schnell die Unterführung benutzen.

Das Problem: Das Gelände gehört der Bahn. Und die will keinen Zaun errichten und weist darauf hin, dass es verboten ist, das Gleisbett zu betreten. Auch viele Außenstehende sind der Meinung, dass es Sache der Eltern ist, den Kindern beizubringen, nicht über die Gleise zu laufen.

Markus Villwock, Vorsitzender des Vereins „Bürger für Kaltenweide“, findet das ein schlechtes Argument. „Wollen wir die Kinder dafür bluten lassen, wenn die Eltern es ihnen nicht richtig beibringen?“, fragt er empört. Er ist sicher, das Geld für den Zaun würden die Kaltenweider auch allein aufbringen, mit Spendern und Sponsoren. Dann bräuchte man nur noch die Erlaubnis der Bahn, auf ihrem Grund zu bauen. Die Bahn bleibt aber kritisch. „Auf unserem Grund und Boden lehnen wir das ab“, sagt Sprecher Egbert Meyer-Lovis. Die Frage der Instandhaltung sei ungeklärt. Auch die Lokalpolitik ist sich weitgehend einig, dass etwas passieren muss. „Das ist eben kein üblicher Streckenabschnitt“, sagt der CDU-Fraktionsvorsitzende im Langenhagener Stadtrat, Mirko Heuer. Die Fraktionsvorsitzende der SPD im Kaltenweider Ortsrat schlägt vor, die geplante Lärmschutzwand zu verlängern: „Das wäre am stabilsten, ist aber mit immensen Kosten verbunden.“ Und ihr Koalitionspartner von den?Grünen, Michael Horn, findet: „Wenn die Bahn nicht bereit ist zu handeln, steht die Stadt auch in der Pflicht.“

Die Langenhagener Stadtverwaltung will sich noch diese Woche mit Vertretern der Bahn treffen, gibt sich aber skeptisch: „Es ist fraglich, ob die Errichtung eines Zauns eine effektive Maßnahme ist“, sagte Sprecherin Juliane Stahl. Die Bahn ist zumindest in einer Hinsicht flexibel: „Wenn der Zaun auf städtischem Gebiet steht, würden wir natürlich zustimmen“, so Meyer-Lovis.


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