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Meine Stadt Käßmann lehnt Abschaffung von Babyklappen ab
Hannover Meine Stadt Käßmann lehnt Abschaffung von Babyklappen ab
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15:23 26.11.2009
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Hannover. Der Deutsche Ethikrat gehe von fragwürdigen und ungesicherten Annahmen aus, sagte die Bischöfin der Landeskirche Hannovers, die als einzige Kirche selber eine Babyklappe betreibt. Diese sei Teil eines umfassenden Netzwerks der Kirche, das in den vergangenen Jahren Dutzenden schwangeren Frauen in Not geholfen habe.

Würden Babyklappen und die Möglichkeit der anonymen Geburt abgeschafft, bliebe ein Kreis nicht erreichbarer Hilfebedürftiger zurück, sagte Käßmann. Der Ethikrat hatte erklärt, Babyklappen seien ethisch und rechtlich problematisch, da sie das Recht des Kindes auf Kenntnis seiner Herkunft verletzten. Außerdem erreiche das Angebot kaum Frauen, bei denen die Gefahr bestehe, dass sie ihr Neugeborenes töteten oder aussetzten.

Für diese Annahme gebe es keinerlei Belege, sagte Käßmann. Ebenso sei die Behauptung des Ethikrates äußerst zweifelhaft, Schwangere würden legale Hilfe besser nutzen, wenn sie darüber besser informiert werden und die Zusammenarbeit zwischen freien Trägern und öffentlichen Angeboten verbessert werde.

Die Bischöfin kündigte ein Festhalten an dem Hilfsangebot der Kirche an. „Das Babykörbchen des Projekts Mirjam, dessen Initiatorin und Schirmherrin ich seit 2001 bin, ist die ultima ratio in einem Netzwerk verschiedener Hilfen.“ Zu dessen Gelingen habe auch ein 24-Stunden-Notruf beigetragen, der eine anonyme Beratung sicherstelle.

lni

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