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Meine Stadt Käßmann fordert Ende des Afghanistan-Einsatzes
Hannover Meine Stadt Käßmann fordert Ende des Afghanistan-Einsatzes
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11:52 01.01.2010
Margot Käßmann Quelle: lni

„Nichts ist gut in Afghanistan“, sagte Käßmann am Freitag bei einem Neujahrsgottesdienst in der Dresdner Frauenkirche. Zivilisten seien getötet worden, Waffen schafften offensichtlich keinen Frieden in Afghanistan. „Wir brauchen Menschen, die nicht erschrecken vor der Logik des Krieges, sondern ein klares Friedenszeugnis abgeben gegen Gewalt und Krieg. Wir brauchen mehr Fantasie für den Frieden, für ganz andere Formen, Konflikte zu bewältigen.“

Jeder wünsche sich eine heile Welt. „Die Realität aber ist: der Alltag“, konstatierte die hannoversche Landesbischöfin. Darin sei vieles nicht in Ordnung, etwa beim Klimaschutz oder bei der Kinderarmut in Deutschland. Es sei auch „entsetzlich traurig“, wenn ein Spitzensportler Angst habe, seine Depression offiziell behandeln zu lassen, sagte Käßmann und meinte damit Torhüter Robert Enke, der im November Selbstmord beging. „Aber machen wir uns nichts vor: Wäre seine Krankheit öffentlich bekanntgeworden, er wäre nicht Nationaltorwart geworden.“

Käßmann rief die Menschen auf, mit Gottvertrauen und Mut ins Neue Jahr zu gehen. Niemand brauche und solle an der Welt verzweifeln und in Erschrecken über die krassen Missstände erstarren. Christen dürften sich ermutigt wissen, ihren Teil dazu beizutragen, dass die Schrecken dieser Welt geringer werden. „Viele Menschen, die viele kleine Schritte gehen, können das Gesicht der Erde verwandeln“, sagte Käßmann. lni

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