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Meine Stadt Justiz Hannover ermittelt gegen Ex-Hauptsturmführer
Hannover Meine Stadt Justiz Hannover ermittelt gegen Ex-Hauptsturmführer
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16:21 22.04.2010
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„Wir prüfen, ob er im November 1943 an einem Massaker an Juden in Lublin beteiligt war“, sagte eine Sprecherin am Donnerstag in Hannover und bestätigte damit einen Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ (Donnerstag). In der Stadt im heutigen Polen waren damals mehr als 30 000 Menschen bei zwei Massenerschießungen hingerichtet worden. Der heute 95-Jährige bestreitet, daran beteiligt gewesen zu sein. Das „Süddeutsche Zeitung Magazin“ entdeckte jedoch bei Recherchen einen Brief, der das Gegenteil beweisen könnte.

Gegen den Niedersachsen war bereits Mitte der 1960er und 1970er Jahre ermittelt worden. Damals hatte die Staatsanwaltschaft Hamburg das Verfahren jedoch aus Mangel an Beweisen eingestellt. Auch Ermittlungen der Staatsanwälte in Hannover zu Vorfällen im „Warschauer Ghetto“ hatten im vergangenen Jahr keine Ergebnisse gebracht, die eine Anklage rechtfertigten. „Die Ermittlungen sind natürlich sehr schwierig, weil es kaum noch lebende Zeugen gibt“, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft.

Der jetzt aufgetauchte Brief vom 31. Oktober 1943 könnte belegen, dass der Mann entgegen seiner Aussage sehr wohl an dem drei Tage später erfolgten Massaker beteiligt war. Er selbst hatte bislang immer behauptet, während der Ermordungen auf Heimaturlaub gewesen zu sein. Dagegen spricht laut Staatsanwaltschaft ein Kürzel unter dem Brief. Darüber hinaus kündigte das Simon Wiesenthal Center an, den ehemaligen SS-Führer auf die Liste der zehn meistgesuchten NS-Verbrecher zu setzen. lni

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