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Jona Winkler, Drehbuchautor und Dozent Uli Klingenschmitt, Regisseur und Dozent Martin Bargiel, Yorrick Schweer, Felix Kayser und Medienpädagoge Uwe Plasger (von links)

MIT DER FILMSCHULE ERFOLGREICH: Jona Winkler, Drehbuchautor und Dozent Uli Klingenschmitt, Regisseur und Dozent Martin Bargiel, Yorrick Schweer, Felix Kayser und Medienpädagoge Uwe Plasger (von links) stehen in den Startlöchern. © Schaarschmidt

Nachwuchsförderung

"Junge Filmschule" aus Hannover startet neue Runde

Von der Alster nach Hollywood hat es ja schon mal geklappt. Was dem Hamburger Regisseur Fatih Akin mit seinem Golden-Globe-Gewinner „Aus dem Nichts“ gelang, könnte vielleicht auch mal ein Jungfilmer von der Leine schaffen. Die Voraussetzungen in Hannover sind gut – dank der „Jungen Filmschule“, die jetzt in eine neue Runde geht.

Hannover. Noch bis zum 15. Februar können sich Jugendliche zwischen 12 und 18 Jahren um eine Teilnahme bewerben. Voraussetzungen? Nur eine: Leidenschaft. „Ich gucke, ob ich in den Bewerbungen irgendwie Leidenschaft spüre, alles andere kriegen die Teilnehmer hier an die Hand“, sagt Drehbuchautor und Dozent Uli Klingenschmitt.

Das Interesse ist erfahrungsgemäß größer als die Platzanzahl. „Wir haben das Angebot auf acht Filmcrews begrenzt, die jeweils zwei Teilnehmer zu den einzelnen Workshops schicken können“, erklärt Organisator Uwe Plasger vom Medienzentrum. „Natürlich können auch einzelne Bewerber mitmachen.“ So käme man am Ende auf jeweils 15 bis 16 Teilnehmern.

Profis vermitteln in sieben Workshops zwischen März und Mai alle Grundlagen, die man braucht, um einen Film zu drehen: Vom Drehbuch und Regie über Kameratechnik und Schnitt bis zum Ton. Das Besondere: Die Betreuung der jungen Filmemacher hört mit den Workshops nicht auf. Die Dozenten stehen auch danach weiter als Berater zur Verfügung. Und neu in diesem Jahr ist auch ein zusätzlicher Beratungstermin, an dem  letzte Probleme vor dem Dreh aus dem Weg geräumt werden sollen.

Denn Ziel ist die Produktion eines eigenen Streifens während der Sommerferien und in der Zeit danach. In den Workshops stehen daher praktische Übungen im Vordergrund – und der Spaß. „Ich gebe den Schülern eine Art Werkzeugkiste an die Hand, damit sie auf ganz vieles zugreifen können“, sagt Regisseur und Fotograf Martin Bargiel. Eine Tool-Box in der sie auch Inspiration finden können.

Die hier entstandenen Filme sind dank der professionellen Vorbereitung nicht selten auf Festivals erfolgreich. So konnten etwa Yorrick Schweer und Felix Kayser im vergangenen Jahr mit ihrem Film „Jacky UND die Mörderpuppe“ einen ersten Platz bei der „Hannover Filmklappe“ erringen.

„Wir hatten vorher auch schon daran gedacht, Filme zu drehen“, so Yorrick Schweer. „Das scheiterte aber immer an der Planung und der Vorbereitung. Irgendwann wussten wir nicht mehr, wie es weitergehen sollte, das hat dann keinen Spaß mehr gemacht.“ Und genau bei solchen Schwierigkeiten helfe die „Junge Filmschule“, weil sie die Schüler mit der Produktionsplanung vertraut mache, betont Medienpädagoge Plasger.

Davon hatte bereits 2015 auch Jona Winkler profitiert, der damals nicht nur die Hannoversche Filmklappe sondern auch den Landeswettbewerb gewann. Das verschaffte ihm Kontakte und weitere Möglichkeiten. Seitdem hat er mehrere andere Filme gedreht und bei einer größeren Produktion als zweiter Kameramann gearbeitet. Seine berufliche Zukunft sieht er klar in der Filmbranche. „Erstmal will ich Mediengestaltung studieren und dann weitersehen“, sagt er.
Bewerbungsformulare für die „Junge Filmschule“ und weitere Infos findet man auf der Internetseite des Medienzentrums unter www.mzrh.de.

Andreas Krasselt


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