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Meine Stadt Jobs im Jobcenter Hannover bedroht - Brief an Ministerin
Hannover Meine Stadt Jobs im Jobcenter Hannover bedroht - Brief an Ministerin
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14:21 29.07.2010
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Hannover. Nach vorläufigen Schätzungen werde der Vertrag von mehr als 150 befristet Beschäftigen auslaufen, ohne die Stellen neu zu besetzen, kritisierte die Gewerkschaftssekretärin von Verdi, Birgit Schütte, in Hannover. Die Belegschaft im Jobcenter sei ohnehin stark belastet.

Der Sprecher der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit (BA), Michael Köster, stellte die Situation anders dar und sprach von „unverständlicher Panikmache“. Sechs von 142 befristet eingestellten Mitarbeitern der BA müssten Ende des Jahres gehen, die anderen könnten weiterbeschäftigt werden. „Wir warten auf eine politische Entscheidung, in welchem Umfang wir Mitarbeiter unbefristet und befristet einstellen können.“ Der Sozialdezernent der Region Hannover, Erwin Jordan (SPD), hatte zuvor bereits die Personalsituation im Jobcenter beklagt und vor einer „Katastrophe“ gewarnt.

Die Bezieher von Hartz-IV-Leistungen werden in den Jobcentern betreut. Die Arbeitsagentur ist für die Integration der Erwerbslosen in den Arbeitsmarkt zuständig, die Kommunen kümmern sich um die Unterbringung und die soziale Betreuung.

Im Jobcenter der Region Hannover sind laut der Gewerkschaft Verdi von 1430 Beschäftigten 417 unbefristet eingestellt. Diese Quote von 28 Prozent solle gesenkt werden. Zudem liefen viele Verträge Ende des Jahres aus.

Verdi sieht angesichts des drohenden Arbeitsplatz-Verlustes und der Überlastung des Personals die Gefahr, dass Hartz-IV-Leistungen nicht rechtzeitig ausgezahlt werden könnten. Schon heute müssten einzelne Beschäftigte im Jobcenter 400 Haushalte bei der Gewährung staatlicher Unterstützung betreuen, obwohl es einen Richtwert von 150 Fällen gebe.

Zur Belastung der Jobcenter-Mitarbeiter sagte der Sprecher der Bundesagentur für Arbeit dagegen, ein Sachbearbeiter im Jobcenter der Region betreue weniger Kunden als gesetzlich vorgesehen. Hannover stehe beim Betreuungsschlüssel besser da als der niedersächsische Durchschnitt. dpa

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