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MIT PIONIERGEIST: Michael Stier (Geschäftsführer Jobcenter), Erwin Jordan (Region) sowie  Thomas Bänsch und Klaus Oks (Agentur für Arbeit) Foto: Mast

MIT PIONIERGEIST: Michael Stier (Geschäftsführer Jobcenter), Erwin Jordan (Region) sowie Thomas Bänsch und Klaus Oks (Agentur für Arbeit) Foto: Mast© Sebastian Mast

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Beschäftigung

Joboffensive soll 690 Menschen helfen

Heute noch Hartz-IV-Empfänger - im kommenden Monat vielleicht Fachkraft in einem Wirtschaftsbetrieb. 690 Menschen in der Stadt Hannover und in Garbsen sollen diese Form von Jobwunder in diesem Jahr erleben. Das Jobcenter Region Hannover stellt zur besseren Integration 23 zusätzliche Mitarbeiter ein.

Hannover. Joboffensive heißt das Modell, das auf zwei Jahre befristet an den Standorten Vahrenwalder Straße und Walter-Gieseking-Straße sowie in Garbsen umgesetzt wird. Man stützt sich auf Erfahrungen aus Berlin, wo mit 350 zusätzlich eingestellten Fachkräften hunderten von Hartz-IV-Beziehern der Weg in den Beruf gelang. Die Joboffensive läuft dort so erfolgreich, dass schon im zweiten Jahr die Einsparungen die Kosten übersteigen.

Bei 690 Vermittlungen in den ersten Arbeitsmarkt, so das Ziel, würde auch die Region Hannover das erleben, was man auf Neudeutsch Win-win-Situation nennt. Die Kosten beliefen sich auf 1,82 Millionen jährlich, die Einsparungen (weil beispielsweise die Zuwendungen für Unterkunft entfallen) auf 1,5 Millionen Euro bei der Region Hannover und 350000 Euro bei der Agentur für Arbeit.

Bei der Projektpräsentation versicherte Sozialdezernent Erwin Jordan, dass es allen Beteiligten nicht auf diesen Spareffekt ankomme. Klaus Oks, zuständig für die sogenannte Grundsicherung bei der Agentur für Arbeit: „Unser Ziel ist die schnellere und passgenauere Vermittlung.“

Die scheint möglich, weil der Betreuungsschlüssel besser wird. Bisher ist ein Mitarbeiter im Jobcenter für 150 Hartz-IV-Empfänger zuständig. Mit den 23 neuen Kräften liegt das Verhältnis bei 1 zu 100. „Alle 14 Tage, spätestens alle vier Wochen wird es enge Kontakte zwischen Sachbearbeiter und Kunden geben“, sagt Oks.

Wenn sich das Modell bewährt (was wissenschaftlich erforscht wird), soll es ausgedehnt werden.Jobcenter-Chef Michael Stier meint, mit mehr Personal ließen sich auch mehr Vermittlungsmöglichkeitenin der Wirtschaft finden. Denn der Fachkräftemangel sorge dafür, dass die Chancen steigen: „Manche Talente schlummern im Verborgenen. Diese Schätze wollen wir heben.“

An den drei ausgewählten Standorten dürfte es solche Schätze reichlich geben. Das Jobcenter betreut dort 14000 Kunden - und die seit dem 1. März intensiver als zuvor.


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