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Mehrere hundert Jesiden demonstrieren. Sie ziehen vom Hauptbahnhof zum Steintor.

Mehrere hundert Jesiden demonstrieren. Sie ziehen vom Hauptbahnhof zum Steintor.© Schaarschmidt / NP

Protest

Jesiden beklagen auf Demo Vernichtung ihres Volkes

Mehrere hundert Jesiden haben am Sonnabend in der hannoverschen City gegen Unterdrückung und Vernichtung ihres Volkes im Nordirak demonstriert.

Hannover. Am Sonnabend haben in der Innenstadt mehrere hundert Jesiden für ihre Rechte protestiert. Sie forderten die Unterstützung der deutschen Politik und eine eigene autonome Siedlungszone im Nordirak.

Der Hintergrund ist kompliziert: Wie Teilnehmer erklärten, gehören sie einer religiösen Minderheit von derzeit etwa noch 2 Millionen Menschen an, die vor allem im kurdischen Teil des Nordiraks leben - selbst aber keine Kurden seien. "Die Kurdengruppen von PKK und Peshmerga sind in unser Siedlungsgebiet Shengal einmarschiert und bekriegen sich dort gegenseitig", beklagte Demo-Veranstalter Jabir Ali Beg. Die tragische Folge dieses Konflikts sei: "Jesiden leiden und sterben dort, es gibt einen Genozid an unserem Volk." Früher habe es noch 87 Millionen Jesiden gegeben.

Teilnehmer des Protests verlangten eine Unterstützung der Bundesregierung für die Jesiden und ein Ende der deutschen Waffenlieferungen an die Peshmerga. "Wir fordern von den Vereinten Nationen internationalen Schutz für Shengal", stand auf Transparenten.

"Wir wollen einen Abzug aller kurdischen militärischen und paramilitärischen Kräfte aus diesem Gebiet und die Rückgabe ezidischen Grund und Bodens an die rechtmäßigen Besitzer", erklärte Teilnehmer Ali Tas. Der Schutz der jesidischen Gebiete im Nordirak solle "durch eine mit einem robusten Mandat ausgestattete internationale Ordnungsmacht" erfolgen.

Der mehrstündige Demonstrationszug begann gegen 12 Uhr am hannoverschen Hauptbahnhof und zog dann weiter bis zum Steintor. Nach Polizeiangaben gab es keine Zwischenfälle.

ndd/Fotos: Schaarschmidt, Heusel


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