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Protest: 2009 gingen auch in Hannover tausende Studenten gegen die umstrittene Bologna-Reform auf die Straße.© Surrey

Studie

Jeder dritte Bachelorstudent bricht sein Studium ab

Die Bologna-Reform an den Hochschulen ist im Jahr 2009 zehn Jahre alt geworden. Doch viele Studenten wollten nicht gratulieren: Sie klagen über Leistungsdruck, Prüfungsstress und zu volle Lehrpläne. Daran scheitern auch viele Studienabbrecher in Bachelor-Studiengängen, wie eine Studie des Hochschul-Informationssystem (HIS) in Hannover ergeben hat.

Hannover. Schuld am „Bachelor-Blues“ mancher Aussteiger ist, dass die neuen Lehrpläne viele Studierende überfordern: Leistungsprobleme und Prüfungsversagen sind die Hauptgründe für einen Studienabbruch. Das hat das Hochschul-Informationssystem (HIS) in Hannover ermittelt, das Abbrecher befragt hat. Auch wenn Politiker und Hochschulvertreter jetzt beteuern, die mangelnde Studierbarkeit sei bereits erkannt worden und solle schleunigst geändert werden - für die momentan eingeschriebenen Studenten kommt das zu spät. „Jetzt werden erstmal zwei Generationen von Studenten da durchgeschleust“, sagt Stefan Grob vom Deutschen Studentenwerk in Berlin. „Und die sind nun die Dummen“, ergänzt Walburga Wolters, Studienberaterin an der Uni Köln. Denn sie müssten vorerst zurechtkommen mit Dauerstress und Prüfungen am Fließband. „Das ist zum Teil ein echter Marathon.“ Die Folge sei, dass immer mehr Bachelor-Studenten abbrechen. Laut HIS hat 2008 jeder vierte Abbrecher (25 Prozent) sein Bachelor-Studium in erster Linie aufgegeben, weil die Studienanforderungen, der Leistungsdruck und die Stoffmenge für ihn zu hoch waren. In herkömmlichen Studiengängen sagt das nur jeder sechste Abbrecher (17 Prozent). Im Bachelor gibt es auch mehr Abbrecher als im alten System: Laut HIS wirft fast jeder dritte Bachelorstudent (30 Prozent) das Handtuch. Im Schnitt aller Studenten macht das nur jeder Fünfte (21 Prozent). lni


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