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Meine Stadt Ist „Mo“ wirklich pleite?
Hannover Meine Stadt Ist „Mo“ wirklich pleite?
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00:25 23.07.2015
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hannover

Von Britta Mahrholz und Robert Schreier

Hannover/Münster. Ist er wirklich so klamm? Im Streit um fehlende Unterhaltszahlungen von Ex-96-Torjäger Mohamadou „Mo“ Idrissou (35) hat die Staatsanwaltschaft Hannover dem Kameruner in Münster die Polizei auf den Hals geschickt. Der Kicker sei inzwischen vernommen worden, bestätigte gestern Sprecher Thomas Klinge. Idrissou behauptete, er habe keine Alimente an seine Tochter Aaliyah (11) in Hannover mehr gezahlt, weil er kein Geld habe.

Und mit einem neuen Job wird es für den 35-Jährigen vorerst nichts: Der Stürmer wird in der kommenden Saison nicht bei Drittligist Preußen Münster spielen. Die Verhandlungen sind geplatzt: „Es war keine finanzielle Basis in Sicht“, so Münster-Manager Carsten Gockel. Nach NP-Informationen waren die Gehaltsforderungen des Afrikaners - wohl auch wegen seiner persönlichen Situation - zu hoch.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen „Mo“ wegen Verletzung der Unterhaltspflicht (NP berichtete). 2014 soll er die Zahlungen für Aaliyah eingestellt haben. Nachdem der 35-Jährige für die Strafverfolger in Israel und Mazedonien, wo er die vergangenen zwölf Monate spielte, nicht greifbar gewesen war, machten sie am Wochenende Nägel mit Köpfen, als sie erfuhren, dass sich der Nationalspieler zum Probetraining in Münster aufhält. „Die Polizei wurde beauftragt, ihn zu vernehmen“, so Klinge. Auf dem Vereinsgelände haben die Beamten ihn zu fassen bekommen. Den Ermittlern erklärte Idrissou, dass er zurzeit kein Geld habe.

Angesichts opulenter Shopping-Touren, bei denen sich der Fußballer in einem Nobelgeschäft in Düsseldorf zuletzt Schuhe für 4000 Euro gekauft haben soll, glaubt Anwalt Burkhard Benecken nicht, dass der Torjäger pleite ist. Der Jurist vertritt Kim T. (29), die mit Idrissou zusammen Sohn Levi (2) hat: „Als er in Kaiserslautern spielte, hat er auch immer behauptet, dass er kein Geld habe. Als wir bei ihm gepfändet haben, war doch Geld da.“ Ende Oktober wird dem Stürmer in Essen nun der Prozess gemacht, weil er für den Zweijährigen keine Alimente gezahlt hat.

Gut für alle, die wissen wollen, wo sich „Mo“ in Deutschland aufhält: Bei der Polizei in Münster muss er eine Anschrift hinterlassen.

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