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HOHE FLAMMEN:
 Ein Brandstifter 
zündete am Sonntagabend 
zwischen Isernhagen K.B. und
 Altwarmbüchen 
120 Strohballen an.

HOHE FLAMMEN:
Ein Brandstifter
zündete am Sonntagabend
zwischen Isernhagen K.B. und
Altwarmbüchen
120 Strohballen an.© Elsner

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Brand

Isernhagen: Rückkehr des Feuerteufels?

In Isernhagen ist wieder ein Feuerteufel unterwegs. Die Strohballen, die am Sonntagabend zwischen Isernhagen K.B. und Altwarmbüchenin Flammen aufgingen, waren laut Polizei vorsätzlich angezündet worden.

Hannover. Nun geht unter Bewohnern, Landwirten und Feuerwehr die Angst um: „Wir hoffen, dass daraus keine neue Brandserie wird“, sagt der Ortsbrandmeister von Isernhagen K.B., Dieter Wolf. Vor Jahren hatte ein Unbekannter die Einsatzkräfte regelmäßig herausgefordert, indem er nahezu jede Woche zündelte.

Es war gegen 20.30 Uhr, als am Sonntag ein Zeuge (22) das fackelnde Stroh auf einer Weide entdeckte. Die Polizei korrigierte die Zahl der verbrannten Ballen gestern von 600 auf 120 nach unten. Der Schaden liegt bei 4500 Euro.

Landwirt Horst-Dieter Oppermann tut der Verlust des Strohs dennoch weh: „Ich muss nun ein Drittel meines Winterbedarfs für die Pferde und Rinder dazukaufen.“ Bitter für den 59-Jährigen: Schon 2006 war er Opfer eines Feuerteufels gewesen. Auch damals hatte ein Unbekannter 120 Ballen bei ihm in Brand gesteckt.

Der Täter überließ am Sonntag nichts dem Zufall – und zündete das Stroh von vorne bis hinten an. Die 120 Ballen lagerten in einer Reihe. „Sie wurden auf einer Länge von 25 Metern angesteckt“, sagt Oppermann.

Die Polizei prüft nun, ob es zwischen der Tat am Sonntag und einem Strohbrand im August eine Verbindung gibt. Vor einem Vierteljahr waren auf dem Gelände eines Reiterhofs in Isernhagen H.B. 80 Ballen vernichtet worden. Hinweise auf einen Zusammenhang mit einer Serie von tausenden verbrannten Strohballen in Lehrte, Sehnde und Uetze, für die 13 Verdächtige ermittelt wurden, haben die Ermittler zurzeit allerdings nicht.

Vier der mutmaßlichen Brandstifter aus Lehrte, Sehnde und Uetze sitzen inzwischen hinter Gittern. Als Letztes wurde vergangenen Donnerstag Haftbefehl gegen einen 21-Jährigen erlassen. Der junge Mann soll sich Sprengstoff besorgt haben.

Dabei handele es sich um „Polen-Böller und Napalm“, so die Pressesprecherin der Staatsanwaltschaft Hildesheim, Christina Pannek. Napalm ist eine zerstörerische Brandwaffe, die größtenteils aus Benzin besteht. Nach Erkenntnissen der Anklagebehörde soll der Verdächtige „geplant haben, weitere Taten zu begehen. Es besteht Wiederholungsgefahr“, sagt Pannek.

Der 21-Jährige sei dringend verdächtig, im Sommer acht Feuer gelegt zu haben. Dabei sollen Strohballen und Papiercontainer in und um Lehrte in Flammen aufgegangen sein. Er soll immer mit verschiedenen Mitgliedern aus der Gruppe der Verdächtigen gezündelt haben.


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