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Meine Stadt Investoren haben große Pläne am Steintor
Hannover Meine Stadt Investoren haben große Pläne am Steintor
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19:18 13.09.2018
Hat Pläne: Investor Till Rathmann erklärt bei einem Rundgang, was anstelle der früheren Spielhalle im Hinter grund kommen soll. Quelle: Foto: Wilde
Hannover

Das Steintor ist in Bewegung. Auf dem Platz läuft zurzeit die große Aktionswoche, auf der Ideen für dessen Zukunft gesammelt werden sollen. Und auch an den Rändern tut sich was. Das hannoversche Unternehmen Schramm & Schoen plant anstelle des Eckgebäudes zwischen Steintor- und Reitwallstraße einen Neubau mit bis zu neun Geschossen. Geschäftsführer Till Rathmann erklärte die Pläne interessierten Bürgern bei einem Rundgang.

„Wir hatten Glück. Es hat sich ein schmales Zeitfenster aufgetan, in dem wir das Grundstück kaufen konnten“, berichtete er. Auch aufgrund neuer gesetzlicher Regelungen, die die Stadt durchsetzte. Zwischen Spielhallen muss neuerdings ein Abstand von 100 Metern eingehalten werden. Die in dem zweigeschossigen Eckgebäude musste dichtmachen. Die Eigentümer bewog das zum Verkauf.

Den Architekten Michael Schumacher, der an der Leibniz Universität lehrt, beauftragte Schramm & Schoen mit einem Entwurf. Der allerdings sei „nicht der Weisheit letzter Schluss“, betonte Rathmann. Auch die Politik hat noch ein Wörtchen mitzureden. Der Bebauungsplan muss geändert werden. Derzeit sind nur fünf Geschosse zulässig.

Auch Yasar Ince will investieren. Seiner Familie gehören zwei Gebäude an der Münzstraße, mit einem Markt, einem Reisebüro sowie dem türkischen Café Efendi Bey im Erdgeschoss. Das hat Ince schon schick ausgebaut. Die Fassaden der Häuser sind jedoch noch schmuddelig. „Das wollen wir ändern“, verspricht er. Er kann sich in den Obergeschossen des Gebäudes auch ein Hotel vorstellen.

„Das kann Anstoßwirkung haben“, glaubt Stadtplaner Andreas Zunft, der den Rundgang begleitete. Er hofft, dass dann auch die Nachbarn mitziehen werden.

Dass sich am Nordmannblock am Steintor in absehbarer Zeit noch etwas tun wird, wo ebenfalls nur zweigeschossige Gebäude stehen, glaubt er aber nicht. Zu viele kleine Grundstücke mit noch viel mehr Eigentümern, oft gar nicht aus Hannover. Allein mit der Vermietung der Erdgeschosse machten diese satte Renditen, sähen keinen Grund zum Verkauf.

Von C. Bohnenkamp

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