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Meine Stadt Im Wasserturm enden die Partys
Hannover Meine Stadt Im Wasserturm enden die Partys
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09:22 09.10.2018
Quelle: Heusel
Hannover

Noch ist der Wasserturm an der Vahrenwalder Straße 267 eine Partylocation. Aber nicht mehr lange. „Zum Jahresende ist Schluss“, sagt Investor Gregor Baum. Der Immobilienmogul hat das 12 000 Quadratmeter große Grundstück samt Turm gekauft.

Für mehr als 21 Millionen Euro soll ein Büro- und Gewerbekomplex entstehen – Termine statt Techno. Auf lange Sicht ist auch eine Nutzung des Turms als moderne Hotel-, Büro- und Eventfläche denkbar. Der Wasserturm ist 62 Meter hoch und wurde 1911 fertiggestellt. Er galt damals als größter Wasserturm Europas. 1963 wurde er stillgelegt, 2009 für 990 000 Euro zum Verkauf angeboten und seit 2011 von der Wasserturm-Event GmbH als Kultur-und Eventzentrum genutzt.

Jetzt hat es sich bald ausgetanzt. Baum ist fasziniert sowohl von der Historie des Turms wie auch von der exponierten Lage im Stadtgebiet. „Ideal als Logistik- und Bürofläche“, meint er. „Autobahnanschluss vor der Tür und sehr schnell erreichbar von der Innenstadt.“ Überhaupt, findet er, sei die Vahrenwalder Straße im Kommen.

ALTER TURM, NEUES PROJEKT:So soll der 21 Millionen Euro teure Bürokomplex aussehen. Quelle: Baum

Außer dem Wasserturm entwickelt oder plant Gregor Baum sieben andere Projekte in der Region. Was ihm am meisten am Herzen liegt? „Das Stadtquartier Goseriede.“ An der Stelle des ehemaligen Postbankgebäudes an der Goseriede 16 soll in Partnerschaft mit der Meravis-Immobiliengruppe nach Abriss der drei Türme auf 19 000 Quadratmetern Wohnungen, Büros und Gewerbeflächen entstehen. Die Investitionskosten liegen bei 200 Millionen Euro.

Außerdem geplant: das Ratsquartier an der Bruchmeisterallee (60 Millionen Euro), das Büro- und Geschäftshaus Am Klagesmarkt 12 (20 Millionen Euro), das bald fertige Rathaus-Kontor am Theodor-Lessing-Platz (20 Millionen Euro), Bürolofts in der Drostestraße (14 Millionen Euro), der A-2-Logistikpark in Garbsen (80 Millionen Euro). Man könnte glatt von „Bau(m)-Boom“ sprechen ...

Der Intown-Investor

Wenn mal viel besitzt, verliert man schnell den Überblick. Intown-Chef Amir Dayan kann kaum noch aufzählen, was seinem Immobilienimperium in Hannover schon alles gehört. Ihme-Zentrum natürlich, das alte Maritim-Grandhotel am Friedrichswall, große Teile des Pelikan-Viertels, aber auch „ein Bau an der Langen Laube“. Was genau da? Achselzucken.

Aber die Botschaft an OB Stefan Schostok lautet: Das könne doch nicht alles sein. Hannover sei ein toller Standort; Intown würde gern noch mehr investieren. Gewerbeflächen und Büroraum würden dringend von Dayan gesucht. Erstes neues Projekt nach der angestrebten Sanierung des Ihme-Zentrums wird die Runderneuerung des Hotels sein, das dem Rathaus gegenüber liegt. Es gebe schon eine Visualisierung des Projekts, so der Investor. Die Zeichnungen hat er dann aber doch nicht rausgerückt.

Von Vera König

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