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BAUANTRAG GESTELLT: Die Sanierung der Fassade ist erste Voraussetzung, damit die Stadtverwaltung Ankermieterin im Ihme-Zentrum bleibt.

BAUANTRAG GESTELLT: Die Sanierung der Fassade ist erste Voraussetzung, damit die Stadtverwaltung Ankermieterin im Ihme-Zentrum bleibt.© Foto: Dröse

Probleme in Dortmund und Schwerin

Ihme-Zentrum: Investor Intown hat schwer zu kämpfen

Der erste Bauantrag für das Ihme-Zentrum läuft – aber in Dortmund und Schwerin hat das Immobilien-Imperium Intown massive Probleme.

Hannover. Läuft nicht gut für das Unternehmen Intown, dem auch das Ihme-Zentrum in großen Teilen gehört. Während in Hannover eine Investition von zehn Millionen Euro sicher scheint, machen dem Immobilien-Imperium Probleme in Dortmund und Schwerin zu schaffen. In beiden Fällen hat die Stadtverwaltung Druck gemacht.

Anders war auch in Hannover das erste Anzeichen von Sanierungsbereitschaft kaum zu schaffen. Wie die NP berichtete, hatte die Stadt auf eine Sanierung der Fassade gedrängt. Wenn Intown endlich den Umbau voranbringt, ist die Stadt zur Verlängerung ihrer Mietverträge bereit. Klappt das nicht, wird es sehr schwierig für das Firmengeflecht von Investor Amir Dayan.

In Dortmund hat die Stadtverwaltung den Intown gehörenden Komplex Hannibal II nach der Aufdeckung von Brandschutzmängeln räumen lassen (NP berichtete). Eine dauerhafte Bleibe haben die wenigsten der 752 Hannibal-Mieter gefunden. Hunderte müssen Weihnachten in Übergangslösungen verbringen. 90 wohnen in Heimen, 254 in Notfallwohnungen der Stadt.

Die Sanierung wird nach Einschätzung von Dortmunder Bauexperten zwei Jahre dauern. Eher entscheiden dürfte der Streit zwischen der Stadtverwaltung und dem Immobilienunternehmen sein. Intown hat die Stadt verklagt, weil sie das Gebäude überstürzt und zu unrecht geräumt habe. Die Stadt ihrerseits will die entstandenen Kosten von Intown ersetzt bekommen.

Im großen Stil muss Intown auch in Schwerin investieren. Weihnachten 2016 hatte es in Wohnblöcken der Projekt Intown Schwerin GmbH kalte Heizungen, nasse und schimmlige Wände , kein warmes Wasser gegeben. Die rund 1100 Wohnungen im Mueßer Holz und in Krebsförden waren mit Zustimmung der Stadt von der kommunalen Gesellschaft WGS an die Berliner Intown Property Management verkauft worden.

Die Kommunalpolitiker in Schwerin beauftragten die Verwaltung, den Mietern zu helfen. Die hatten sich in einer Initiative zusammengeschlossen, selbst Druck gemacht oder sich anderen Wohnraum gesucht. Die Mängel sollen jetzt beseitigt werden.

Von Vera König


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