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Meine Stadt Inter Hannover: Kicken gegen den Alltag
Hannover Meine Stadt Inter Hannover: Kicken gegen den Alltag
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00:20 25.10.2015
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Hannover

Trainer, Manager und Sprecher in einer Person ist Navid Rafii, Sozialarbeiter und selber mit Migrationshintergrund: Geboren in Persien, lebt Rafii seit über 30 Jahren in Hannover.

Navid Rafii hat Inter 2013 ins Leben gerufen, der Name leitet sich ab von Internazionale Mailand, dem einstigen Lieblingsclub des Teammanagers. Die Farben von Inter Hannover sind deshalb auch Blau und Weiß, in Anlehnung an das große Internazionale aus Italien. Die Leibchen hatte bei Teamgründung ein Sponsor finanziert.

Warum ein Flüchtlingsfußballteam? „Die Unterkünfte, in denen sie oft mit vielen anderen hundert Flüchtlingen unterkommen, bieten wenig Abwechslung. Gerade bei den jungen Männern herrscht oft eine gähnende Langeweile“, sagt Navid Rafii. Alle drei bis vier Wochen spielen die Männer - Rafii nennt sie „Weltauswahl“ - gegen hannoversche Firmen, Institutionen oder andere Hobbyteams.

Trainiert wird freitags beim FC Stern Misburg. Dort fand gestern, am späten Nachmittag, wieder einmal ein Freundschaftsspiel statt. Diesmal gegen die Mitarbeiter der Staatsoper Hannover. Gegen die Bühnentechniker, Theatermeister und Orchestermitglieder hatte Inter Hannover lange Zeit gut mitgehalten, nach zweimal 30 Minuten Spielzeit mit 1:9 dann aber doch klar den Kürzeren gezogen. „Egal“, sagt Navid Rafii, „hier gehts um was ganz anderes - Integration.“

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