Navigation:
Fritz Kelle

Fritz Kelle

WIRTSCHAFT UND FLÜCHTLINGE

Integrationspreis für „Zukunftinc“

Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt helfen – dafür gab es den achten Innovationspreis des Landes Niedersachsen. Unter den Preisträgern ist auch ein Firmennetzwerk aus Hannover.

HANNOVER. „Angekommen. Ausbildung in Niedersachsen.“ – so lautete das Motto des achten Integrationspreises des Landes – und den erhält auch ein hannoversches Projekt: Das in Vereinsform agierende „Zukunftinc“. Dem Ende 2009 gegründeten Bündnis gehören neun mittelständische regionale Unternehmen an, darunter Bahlsen, Sennheiser, Kind und die Vereinigten Schmirgel- und Maschinenfabriken (VSM). Sein im zweiten Jahr laufendes Hilfeangebot „Fit für die Ausbildung“ für Flüchtlinge und Zugewanderte wird vom Land als „vorbildlich“ eingestuft, weil es etwa durch „Ausbildung, Intensiv-Sprachkurse oder Mentoring“ diesen Menschen ermögliche, „in Niedersachsen Fuß zu fassen“. Das gilt auch für die anderen vier Preisträger, an die insgesamt 30 000 Euro vergeben werden.

Fritz Kelle, Vorsitzender des Vereins und VSM-Personalchef, ist „stolz und glücklich, dass unser Projekt für Ausbildung prämiert wird – wobei wir das ja nicht machen, um Preise zu gewinnen.“ Auf die Idee sei man angesichts der Flüchtlingswelle gekommen: „Wir hatten die Idee, junge Geflüchtete in das Berufsleben zu integrieren.“ So habe man im ersten Jahr rund ein Dutzend junger Menschen einbezogen, von denen am Ende zehn „eine Perspektive“ erhalten hätten – etwa die Hälfte habe direkt einen Ausbildungsplatz erhalten, die anderen seien in den Betrieben qualifiziert worden, um entweder danach einen Job antreten zu können oder ausbildungsreif zu sein. Häufigstes Manko: schlechte Deutschkenntnisse und fehlende schulische Voraussetzungen. „Da haben wir nachgearbeitet“, sagt Kelle. Der Verein „Zukunftinc“ wolle das Projekt nun öffnen, so dass auch Firmen sich beteiligen können, die nicht Vereinsmitglied sind.

Die Preise werden am Dienstag von Ministerpräsident Stephan Weil und seiner Integrationsbeauftragten übergeben. Die Zuwanderung von Geflüchteten ins Land sei angesichts „des demografischen Wandels eine große Chance für viele Betriebe“, sagt Weil. Es gebe „allen Anlass, Integration als Zukunftsinvestition, als Chance für die Gewinnung von Fachkräften und die duale Berufsausbildung zu begreifen.“ Die weiteren Preisträger: Sartorius (Göttingen), Energietechnik Packmohr (Wrestedt bei Uelzen) in Zusammenarbeit mit dem Landesverband Unternehmerfrauen im Handwerk Bayern und Niedersachsen und die EB Elm Bau (Königslutter).

Von Ralph Hübner


Anzeige
Bildergalerien Alle Galerien
Was halten Sie von den Obike-Leihfahrrädern in Hannovers City?

City Click

"Märchenhafte Stimmung über dem Tiergarten" - so betitelte NP-Leserin Catharina Cordes ihr Foto. In der Tat: Ein märchenhaftes Bild.

zur Galerie

Schicken Sie uns Ihren City Click!

Haben Sie ein tolles Motiv fotografiert? Die Redaktion wählt mehrmals pro Woche die schönsten Leserfotos aus und veröffentlicht sie in der City Click Galerie.

Hannover in Zahlen

  • Bundesland: Niedersachsen
  • Landkreis: Region Hannover
  • Fläche: 204,14 km²
  • Einwohner: ca. 550.000
  • Bevölkerungsdichte: 2552 Einwohner je km²
  • Postleitzahlen: 30159 - 30669
  • Ortsvorwahl: 0511
  • Kfz-Kennzeichen: H
  • Lage: 52° 22´ N / 9° 43´ O
  • Wirtschaft: Firmendatenbanken
  • int. Flughafenkürzel: HAJ
  • Stadtverwaltung: Trammplatz 2
     30159 Hannover
     Telefon: 0511 168-0
  • Oberbürgermeister: Stefan Schostok