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Meine Stadt Integrationspreis für „Zukunftinc“
Hannover Meine Stadt Integrationspreis für „Zukunftinc“
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00:17 28.08.2017
Fritz Kelle
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HANNOVER

„Angekommen. Ausbildung in Niedersachsen.“ – so lautete das Motto des achten Integrationspreises des Landes – und den erhält auch ein hannoversches Projekt: Das in Vereinsform agierende „Zukunftinc“. Dem Ende 2009 gegründeten Bündnis gehören neun mittelständische regionale Unternehmen an, darunter Bahlsen, Sennheiser, Kind und die Vereinigten Schmirgel- und Maschinenfabriken (VSM). Sein im zweiten Jahr laufendes Hilfeangebot „Fit für die Ausbildung“ für Flüchtlinge und Zugewanderte wird vom Land als „vorbildlich“ eingestuft, weil es etwa durch „Ausbildung, Intensiv-Sprachkurse oder Mentoring“ diesen Menschen ermögliche, „in Niedersachsen Fuß zu fassen“. Das gilt auch für die anderen vier Preisträger, an die insgesamt 30 000 Euro vergeben werden.

Fritz Kelle, Vorsitzender des Vereins und VSM-Personalchef, ist „stolz und glücklich, dass unser Projekt für Ausbildung prämiert wird – wobei wir das ja nicht machen, um Preise zu gewinnen.“ Auf die Idee sei man angesichts der Flüchtlingswelle gekommen: „Wir hatten die Idee, junge Geflüchtete in das Berufsleben zu integrieren.“ So habe man im ersten Jahr rund ein Dutzend junger Menschen einbezogen, von denen am Ende zehn „eine Perspektive“ erhalten hätten – etwa die Hälfte habe direkt einen Ausbildungsplatz erhalten, die anderen seien in den Betrieben qualifiziert worden, um entweder danach einen Job antreten zu können oder ausbildungsreif zu sein. Häufigstes Manko: schlechte Deutschkenntnisse und fehlende schulische Voraussetzungen. „Da haben wir nachgearbeitet“, sagt Kelle. Der Verein „Zukunftinc“ wolle das Projekt nun öffnen, so dass auch Firmen sich beteiligen können, die nicht Vereinsmitglied sind.

Die Preise werden am Dienstag von Ministerpräsident Stephan Weil und seiner Integrationsbeauftragten übergeben. Die Zuwanderung von Geflüchteten ins Land sei angesichts „des demografischen Wandels eine große Chance für viele Betriebe“, sagt Weil. Es gebe „allen Anlass, Integration als Zukunftsinvestition, als Chance für die Gewinnung von Fachkräften und die duale Berufsausbildung zu begreifen.“ Die weiteren Preisträger: Sartorius (Göttingen), Energietechnik Packmohr (Wrestedt bei Uelzen) in Zusammenarbeit mit dem Landesverband Unternehmerfrauen im Handwerk Bayern und Niedersachsen und die EB Elm Bau (Königslutter).

Von Ralph Hübner

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