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Meine Stadt Integration in Hannover: Es gibt noch viel zu tun
Hannover Meine Stadt Integration in Hannover: Es gibt noch viel zu tun
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18:10 08.10.2010
Hier funktioniert es: Islam-Unterricht in der Grundschule Salzmannstraße Quelle: Wilde
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OB Stephan Weil hatte das Thema zur Chefsache erklärt. Nun lag ein dickes 99- Seiten-Papier im Migrationsausschuss. Von 243 Projekten, die 2008 mit dem Lokalen Integrationsplan angepeilt worden waren, so der Bericht, seien 208 abgeschlossen oder im Gange.

„Wir sind stolz, dass sich nach zwei Jahren schon so viele Handlungsansätze in der Umsetzung befinden“, so Melanie Walter aus dem OB-Büro. Das Maßnahmenpaket umfasst Sprachförderung, Einrichtung von Ganztagsschulen, Kriminal- und Gewaltprävention, Frauenförderung, Aktionen gegen Rassismus und Diskriminierung, Fortbildung und Betreuung illegal Zugewanderter.

Genug? „Bei Wirtschaft und Qualifizierung gibt es Nachholbedarf“, räumte Walter auf Nachfrage von Oliver Förste (Linke) ein. Bei der Anbahnung von Ausbildungswegen für Jugendliche, bei Qualifizierung und Anerkennung von im Ausland erworbenen Qualifikationen klaffen noch Lücken.

Auch auf dem Arbeitsmarkt haben Bewerber mit Migra­tionshintergrund schlechtere Karten als Deutsche. Die Stadt selbst kommt mit dem Vorsatz, mehr Migranten zu beschäftigen, wegen des Einstellungsstopps kaum voran. Über die Rechte von Migranten als Ausschussmitgliedern wird mit der Kommunalaufsicht gerungen.

Rückschläge kämen auch von außen, so Günter Max Behrendt von der Antidiskriminierungsstelle: „Die Halbierung der Bundesmittel für das Programm ,Soziale Stadt’ wird für unsere Bemühungen schlimme Auswirkungen haben.“

Positiv: Aus dem „Gesellschaftsfonds Zusammenleben“ hat sich ein Netzwerk von 25 Mi­granten-Selbstorganisationen, Verbänden und Bildungsträgern entwickelt. In elf von 13 Stadtbezirken gibt es Integra­tionsbeiräte. Alptekin Kirci (SPD): „Der Integrationsplan hat die Qualität Hannovers als Einwanderungsstadt positiv verändert.“

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