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Meine Stadt Innenminister will Einbrecher stoppen
Hannover Meine Stadt Innenminister will Einbrecher stoppen
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06:16 18.10.2012
PRÄVENTION: Mit dem Konzept „Wachsamer Nachbar“ will Uwe Schünemann sensibilisieren. Quelle: Nigel Treblin
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Hannover

Jens Veenhuis hat Glück gehabt: Sonntagabend gegen 22 Uhr versuchten mehrere Männer in seine Buchhandlung an der Iltener Straße in Lehrte einzubrechen. Als sie gerade dabei waren, die Eingangstüren aufzuhebeln, bemerkten sie, dass sie von einem Zeugen beobachtet wurden. Die dunkel bekleideten Einbrecher flüchteten. „Zum Glück hat die Täter jemand gesehen“, sagt Veenhuis erleichtert. Aber beunruhigend sei so ein versuchter Einbruch schon.

Die dunkle Jahreszeit ist Einbruchszeit: Allein in den Wintermonaten des vergangenen Jahres stieg die Zahl der Einbrüche um 20 Prozent. In ganz Niedersachsen wurden 11811 Taten gezählt. In 16,7 Prozent der Fälle – 1976-mal – verschafften sich 2011 in der Region Hannover Kriminelle gewaltsam Zugang in Häuser und Wohnungen. Nach der Eingangsstatistik der Polizei Hannover waren es in diesem Jahr bis Ende September mit 1937 Einbrüchen schon fast genauso viele.

Angesichts dieser stark steigenden Zahlen macht die Polizei mobil. In gefährdeten Wohngebieten würden Beamte vermehrt Streife gehen und Anwohnern Tipps zum Vermeiden von Einbrüchen geben, so Innenminister Uwe Schünemann (CDU) gestern. Außerdem setzen die Fahnder auf das Konzept „Wachsamer Nachbar“. Nachbarn sollen sensibilisiert und so eine stärkere soziale Kontrolle erreicht werden. Die hat zumindest Veenhuis viel Ärger erspart. Aber auch gut gesicherte Türen und Fenster können Einbrüche verhindern. Wie im Hasenwinkel in Hämelerwald (Lehrte), wo Kriminelle jüngst an einer Terrassentür mit Einbruchschutz scheiterten.

Der durchschnittliche Einbrecher ist zwischen 18 und 40 Jahre alt und männlich. In 50 Prozent der Fälle agiere der Täter nicht allein, sondern in der Gruppe, so LKA-Präsident Uwe Kolmey. 80 Prozent der ermittelten Einbrecher sind Deutsche, die in der Regel durch Fenster, Terrassen- oder Wohnungstüren einsteigen. Viele sind Wiederholungstäter. Zu ihrer Strategie gehört häufig, den Bewohner direkt mit Namen anzusprechen, um aufmerksam gewordene Nachbarn abzulenken und ihnen das Misstrauen zu nehmen.

Besonders im Winter ist die Gefahr, dass eingebrochen wird, besonders groß. Da es früh dunkel wird und in Wohnungen und Häusern früh Licht eingeschaltet wird, ist für Täter schnell ersichtlich, ob jemand zuhause ist oder nicht.

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