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Boris Pistorius

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Fussball

Innenminister Pistorius sagt den Fan-Gipfel ab

Nach harscher Kritik hat Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius den für den 10. August geplanten Gipfel mit Fußballfans abgesagt. Das Treffen mit Anhängern niedersächsischer Vereine soll nach der Bundestagswahl im September und vor der Landtagswahl im Januar 2018 nachgeholt werden. Neuer Termin: 11. November.

Hannover, . Aus für den Fan-Gipfel: Innenminister Boris Pistorius hat gestern sein geplantes Treffen mit Vertretern der niedersächsischen Fußball-Fanszene am 10. August abgesagt. In einem Brief lässt er die Beteiligten wissen, „dass der ausgewogene Austausch und zielgerichtete Dialog mit den Fan-Verbänden bei einem nicht öffentlichen Treffen besser möglich“ sei. Die bundesweite Organisation „Pro Fans“ hatte ihm vorgeworfen, die Fußball-Anhänger als „Steigbügelhalter“ für seinen Bundestagswahlkampf als Innenexperte von SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz missbrauchen zu wollen (NP berichtete).

Nach der Bundestagswahl, vor der Landtagswahl

Pistorius will das Fan-Treffen statt vor nun nach der Bundestagswahl stattfinden lassen: Als neuer Termin ist der 11. November genannt. Nach der Bundestagswahl ist allerdings auch vor der Landtagswahl am 14. Januar 2018. Die Zusammenkunft solle nicht öffentlich sein, teilte das Ministerium mit.

In dem Schreiben an die Fans erklärt Minister Pistorius, dass der ausgewogene Austausch und zielgerichtete Dialog mit den Fan-Verbänden unter Ausschluss der Öffentlichkeit besser möglich sei. Die Vorgespräche zu dem veränderten Veranstaltungsformat würden zeitnah beginnen. Der geplante Fan-Kongress soll unter dem Motto „Wem gehört der Fußball? – Das Stadion spricht!“ stehen. Gehört der Fußball den Eltern auf der Sitztribüne, den VIP-Gästen, den Funktionären oder der Kurve? Auch die zunehmende Kommerzialisierung und „Eventisierung“ des Fußballs solle thematisiert werden.

Pistorius als Reizfigur in der 96-Fanszene

Nachdem Pistorius im Juni medienwirksam den nun abgesagten Fan-Gipfel angekündigt hatte, hagelte es harsche Kritik. „ProFans“ sah in seiner Initiative eine „Showveranstaltung“. Gut möglich, dass zahlreiche niedersächsische Fangruppen erst gar nicht zu seinem Fan-Gipfel gekommen wären. Zudem gilt der Innenminister in der hannoverschen Fanszene spätestens seit 2014 als Reizfigur: Damals ordnete er in Absprache mit Hannover 96 an, dass die 96-Anhänger nur eine Eintrittskarte für das Derby in Braunschweig kaufen können, wenn sie am organisierten Bus-Transfer in die Löwenstadt teilnehmen. Fans bezeichnen die Aktion heute noch als „Vieh-Transport“.

 

Von Britta Mahrholz

Hannover

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