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Meine Stadt Immobilien in Hannover: Weniger Verkäufe, höhere Preise
Hannover Meine Stadt Immobilien in Hannover: Weniger Verkäufe, höhere Preise
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17:45 21.02.2018
BALD FERTIG: Am Hohen Ufer in Hannover baut „hanova“ (GBH) ein Objekt für Gastronomie und mit 25 Wohnungen.
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Hannover

 Weniger verkauft, doch in fast allen Kategorien höhere Preise erzielt: Laut dem Katasteramt in Hannover haben in der Region im vergangenen Jahr knapp 11 700 Immobilien den Eigentümer gewechselt, wurde so ein Umsatz von 3,6 Milliarden Euro getätigt – 7,7 Prozent mehr als im Vorjahr und so viel wie noch nie.

Während bebaute Grundstücke sowie land- und forstwirtschaftliche Flächen zulegten, ging der Umsatz für Baugrund und Eigentumswohnungen zurück. Im umsatzstärksten Segment sah es laut Katasteramt so aus: 3600 Ein- und Zweifamilienhäuser (-0,6 Prozent zum Vorjahr) sowie 4700 Eigentumswohnungen (-4,4) wurden ver- und gekauft.

Während die Preise für bestehende Häuser in der Stadt Hannover um 1,3 Prozent (Ein- und Zweifamilienhäuser) und 0,5 Prozent (Reihenhaus, Doppelhaushälfte) stiegen, zogen sie im Umland um 4,8 und 5,2 Prozent an.

Ein freistehendes Einfamilienhaus Kostete 2017 in der Landeshauptstadt durchschnittlich 390 000 Euro, in der übrigen Region 270 000 Euro. Dabei lagen die Durchschnittspreise je nach Baujahrgruppe zwischen 335 000 und 540 000 Euro in Hannover und zwischen 230 000 und 435 000 Euro in der übrigen Region. Für Reihenhäuser und Doppelhaushälften wurden zwischen 270 000 und 400 000 Euro in der Landeshauptstadt Hannover bezahlt (Durchschnitt: 320 000), und von 185 000 und 310 000 Euro im Umland (Durchschnitt: 250 000).

Gegenüber dem Vorjahr seien die Wiederverkäufe von Eigentumswohnungen um 6,5 Prozent gesunken, der Erstkauf war hier mit etwa 570 „nahezu konstant“. Die Preise je Quadratmeter Eigentumswohnung zogen um gut 8,5 Prozent an – in der Landeshauptstadt waren dafür im Schnitt je 2270 Euro fällig (Höchstwert: 4250), außerhalb 1760 Euro (Höchstwert: 3030).

Die höchsten Werte für Wohnbauflächen für Einfamilienhäuser wurden vom Katasteramt in Hannover am Steuerndieb mit 550 Euro je Quadratmeter sowie in Kirchrode-Ost (520 Euro), Kleefeld-Philosophenviertel (490) sowie Kirchrode-West, Waldheim und Waldhausen mit je 480 Euro je Quadratmeter erkannt. Laut dem Gutachterausschuss für Grundstückswerte des Amtes kann dagegen „in den kleinen Dörfern im Norden der Region der Quadratmeter bereits für 30 Euro erworben werden“. Die höchsten Preise für Geschosswohnungsbau finden sich demnach in der Südstadt der Landeshauptstadt.

Laut Amtsgericht Hannover gab es vergangenes Jahr 170 neue Anträge auf Zwangsversteigerung. Von den 11 700 Kauffällen beruhten laut Katasteramt nur 110 auf einer Zwangsversteigerung – das sei der niedrigste Stand seit dem Jahr 2000.

Auf dem Markt für Landwirtschaftliche Grundstücke scheint laut der Behörde „nach erheblichen Preissteigerungen“ in den Vorjahren „langsam Ruhe einzukehren“. Im Norden hätten die Preise nahezu stagniert, im Süden zog Grünland noch um rund drei Prozent an.

Von Ralph Hübner

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