Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Meine Stadt Immer weniger Flüchtlinge kommen
Hannover Meine Stadt Immer weniger Flüchtlinge kommen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:55 23.04.2017
Anzeige
Hannover

Im März dieses Jahres waren es knapp 1300 neue Flüchtlinge, die in den Erstaufnahmeeinrichtungen untergebracht wurden. Mit dem Rückgang der Zahlen endete für viele freiwillige Helfer die Arbeit in den Notunterkünften. Doch für etliche von ihnen bot der ehrenamtliche Einsatz Chancen auf einen neuen Job. Wenn sich jemand in der Flüchtlingsarbeit bewährt habe, habe es Möglichkeiten für die Zukunft gegeben, sagte Kerstin Hiller vom Deutschen Roten Kreuz. „Es ist in der Tat so, wir haben einige unserer Helfer übernommen“, sagte Malteser-Sprecher Michael Lukas. Gerade gesuchte Berufe wie Sanitäter und Erzieher hätten gute Chancen für eine Weiterbeschäftigung gehabt, ergänzte Johanniter-Sprecherin Tanja Quedenbaum. „Für manche war das auch ein Sprungbrett.“

Die Zahl der Unterbringungsplätze hat das Land längst angepasst. Belegt seien aktuell von den sofort verfügbaren rund 6000 Plätzen etwa 2600, sagte ein Sprecher des Ministeriums. Neuankommende Flüchtlinge würden gleichmäßig auf die Erstaufnahmeinrichtungen im Land verteilt.

Doch der Rückbau der Kapazitäten geht weiter. Ab 2018 sollen laut Ministerium noch 4850 Plätze sofort belegbar sein. Mit einem Vorlauf von wenigen Tagen könnten weitere 2830 hinzukommen. Sollte der Flüchtlingsstrom wieder deutlich ansteigen, gibt es in einer dritten Stufe Reserve-Plätze. 12 800 Unterbringungsplätze könnten so mit einem zeitlichen Vorlauf von zwei bis sechs Wochen zur Verfügung stehen. Damit verfüge Niedersachsen über eine Gesamtkapazität von insgesamt 20 480 Plätzen.

Niedersachsen hatte vor dem Hintergrund der stark zurückgegangenen Zuwanderungszahlen ein neues Unterbringungskonzept entwickelt. So könne das Land in Zukunft kurzfristig auf plötzlich steigende Zugangszahlen reagieren, sagte der Sprecher. Bis Anfang 2017 wurden alle in den beiden Vorjahren geschaffenen Not- und Behelfsunterkünfte zurückgebaut und nicht mehr belegt.

Neuankommende Flüchtlinge werden durch die Landesaufnahmebehörde zunächst an den Standorten Bramsche, Osnabrück, Braunschweig, Oldenburg, Bad Fallingbostel und Friedland aufgenommen. An diesen Standorten müssen die Flüchtlinge wohnen, bis die Erstaufnahme mit Registrierung und medizinischer Untersuchung abgeschlossen ist. Anschließend werden die Asylsuchenden nach einem festgelegten Schlüssel auf die Kommunen verteilt. dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 00:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Anzeige