Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Meine Stadt Immer mehr Bundespolizisten aus Hannover in den Süden
Hannover Meine Stadt Immer mehr Bundespolizisten aus Hannover in den Süden
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:21 17.09.2015
Bundespolizeiinspektion am Hauptbahnhof Hannover. Quelle: dpa
Anzeige
Hannover

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) fürchtet, dass bald noch mehr Kräfte aus dem Raum Hannover in den Süden verlegt werden - und das nicht unbedingt wie bisher auf freiwilliger Basis.

Mit Polizisten, Dienstfahrzeugen, Telefonen und weiterem Material - laut Jörg Ristow, Sprecher der Direktion an der Möckernstraße, helfe man den Kollegen im Süden so gut es geht. Beispielsweise seien Teile der Mobilen Kontroll- und Überwachungseinheit (eine Art Bereitschaftspolizei) verlegt worden.

„Auch bei uns gibt es Kollegen, die Dienststellen in Süddeutschland unterstützen“, sagt Martin Ackert, Sprecher der Bundespolizeiinspektion im Hauptbahnhof, und fügt hinzu: „Die Hilfe läuft schon seit Beginn der Flüchtlingswelle.“

Auch Beamte der Inspektion am Flughafen Hannover haben sich auf freiwilliger Basis für einige Monate abordnen lassen, sagt Sprecher Frank Steigerwald. Hintergrund sei eine Anfrage des Bundespolizeipräsidiums Potsdam an alle Dienststellen.

Beamte vom Airport Hannover seien jetzt unter anderem im Bereich Rosenheim (Oberbayern) eingesetzt. Sprecher Steigerwald betont in diesem Zusammenhang: „Natürlich verbleiben auf allen hiesigen Dienststellen ausreichend Kräfte.“

Eine Aussage, die Martin Schilff, Vorsitzender der Direktionsgruppe Hannover der Gewerkschaft der Polizei, kritisch sieht: „Auch aus Hannover werden wir mutmaßlich weitere Kräfte abgeben müssen.“ Schilff befürchtet, dass der Schichtrhythmus in dann personell ausgedünnten Abteilungen von derzeit etwa acht auf zwölf Stunden umgestellt werden müsse: „Das könnte auf Kosten der Aufgabenerfüllung gehen. Es könnte sein, dass dann nicht mehr jede Dienststelle rund um die Uhr besetzt werden kann.“

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Im Fall des ermordeten Obdachlosen in Bothfeld hat die Polizei jetzt eine Belohnung von 3.000 Euro für Hinweise ausgesetzt.

14.09.2015

Mit einem geliehenen Porsche Boxter verunglückte ein 22-Jähriger am Montag auf der Karl-Wiechert-Allee. Der Wagen ist schwer demoliert, der junge Mann hatte keinen Führerschein.

14.09.2015

Die Stadt richtet an der Hauptstelle des Gymnasiums Goetheschule eine weitere Turnhalle als Notunterkunft zur Unterbringung von Flüchtlingen her.

14.09.2015
Anzeige