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LECKER: Waldexperte Immo Ortlepp bereitet daraus über offenem Feuer eine leckere Pilzpfanne.

LECKER: Waldexperte Immo Ortlepp bereitet daraus über offenem Feuer eine leckere Pilzpfanne.© Natalie Becker

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Ferien

Im Wald auf herbstlicher Entdeckungsreise

Kinder lernen im Hemminger Ferienprogramm den Wald kennen. Jäger Immo Ortlepp zeigt, wie man Tierspuren liest und welche Pilze man essen kann.

Abbensen. „Was ist das denn?“ Jasmina (8) zeigt auf eine weiße Stelle auf der noch saftig grünen Wiese. Die achtjährige läuft aufgeregt los. Die dreizehn anderen der Gruppe Ferienkinder aus Hemmingen folgen ihr. Kurz darauf hält sie einen großen Pilz in der Hand. Sein weißer Hut ist Tellergroß. „Da hast Du aber ein besonders schönes Exemplar entdeckt“, freut sich Immo Ortlepp, der den Waldspaziergang als Experte begleitet. Der 53-Jährige bietet neben der Jäger-Ausbildung auch naturpädagogische Workshops an.

Bereits zuvor hatten die Entdecker eine kleinere Version des Parasol-Pilzes am Waldrand gefunden. Diese Sorte werde auch als Sonnenschirm bezeichnet., erklärt der Berufsjäger. Das passt. Nicht nur Jasmina macht sofort den Test. Auch Phillip (9) strahlt als er den Pilz über seinen Kopf hält. „Voll cool“, findet auch die achtjährige Lucy. Der Pilz bekommt von ihr gleich noch einen weiteren Beinamen: Kuschelpilz. Denn die Lamellen am Schirm fühlen sich richtig weich an. „Dazwischen sitzen die Pilzsporen, die zur Vermehrung dienen“, erklärt der Pilzkenner. Der Korb von Immo Ortlepp ist bereits gut mit essbaren Pilzen gefüllt und die aufgeweckten Jungs und Mädchen sammeln eifrig weiter.

Organisiert ist der Waldspaziergang von der Jugendpflege Hemmingen, die viele Ferienaktionen anbietet. Der herbstliche Tour im Jürse-Tal in der Wedemark ist für alle ein tolles Erlebnis. Die Begeisterung mit der Berufsjäger Ortlepp sein Wissen vermittelt ist deutlich spürbar. „Das tolle ist, dass im Wald alle Sinne angesprochen werden.“ Und die Kinder staunen. „Wusstet ihr, dass Hut und Stiel nur die Früchte der Pilzpflanze sind?“, fragt er . Der eigentliche Pilz, das Geflecht (Myzel), lebe im Boden und könne bis zu zwei Kilometer groß werden.

Doch nicht alle Pilze sind essbar. Der 53-Jährige legt sich ein Stück des hochgiftigen Knollenblätterpilzes auf seine Fingerkuppe. „Allein diese Menge reicht aus, um 6 Menschen zu vergiften“, erklärt er.

Während des Ausfluges gibt es neben der Pilze noch allerhand Spannendes zu sehen: eine Fuchshöhle oder das Skelett eines kleinen Rehbocks. Niklas (8) hat den Knochenfund gemacht „Den Schädel nehme ich als Andenken mit,“ sagt er freudestrahlend.


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