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ATTRAKTION: Die Kleine Titanwurz treibt ihre Blüte hoch hinaus. Mit 2,20 Meter ist sie allerdings immer noch einen knappen Meter kleiner als die richtige Titanwurz. Dennoch ein seltener Anblick, der nur wenige Tage zu sehen sein wird. Derzeit reichen sich die Besucher im Tropenschauhaus die Klinke in die Hand. Und zücken Handys für Erinnerungsfotos.

ATTRAKTION: Die Kleine Titanwurz treibt ihre Blüte hoch hinaus. Mit 2,20 Meter ist sie allerdings immer noch einen knappen Meter kleiner als die richtige Titanwurz. Dennoch ein seltener Anblick, der nur wenige Tage zu sehen sein wird. Derzeit reichen sich die Besucher im Tropenschauhaus die Klinke in die Hand. Und zücken Handys für Erinnerungsfotos.

Seltene Blüte

Im Tropenschauhaus reckt sich die Kleine Titanwurz

Sie ist ein echter Stinker – und zieht doch Massen neugieriger Blumenfreunde an: Im Tropenschauhaus des Berggartens ist kurz vor dem Saisonstart erstmals eine Kleine Titanwurz erblüht.

Hannover.  Der lateinische Name Amorphophallus gigas (unförmiger großer Penis) bringt den leicht anzüglichen Anblick eigentlich auf den Punkt. Der Blütenstand ist angeberische 2,20 Meter hoch. Damit ist die Kleine Titanwurz die zweitgrößte Blume der Welt, übertroffen nur von der noch einmal etwa einen Meter höheren „großen Schwester“, dem eigentlichen Titanwurz (Amorphophallus titanum), die vor drei Jahren auch einmal im Berggarten in ganzer Blütenpracht zu bestaunen war.

So viel Größe kostet Kraft, daher blüht die Pflanze auch nur äußerst selten. Es gibt zwar Ausnahmen, aber „in der Regel passiert das nur alle paar Jahre“, so Anja Kestennus, Sprecherin der Herrenhäuser Gärten.

Die Blume verströmt einen intensiven Aasgeruch. Mit dem lockt sie in ihrer Heimat Sumatra Aaskäfer als Bestäuber an – und im Berggarten schreckt dies niemanden ab. Denn der seltene Anblick, der sich nur wenige Tage bietet, ist ein Besuchermagnet.

Und das pünktlich zur Saisoneröffnung in Herrenhausen am 1. April. Täglich sind dann im Großen Garten wieder Wasserspiele zu sehen, als Höhepunkt die Große Fontäne, deren Strahl je nach Windstärke bis zu 72 Meter hoch aufsteigt. Die Gärten haben ab Sonnabend von 9 bis 19 Uhr geöffnet, ab Mai bis 20 Uhr. ), letzter Einlass ist eine Stunde vor Schließung. Der Infopavillon öffnet täglich von 10 bis 18 Uhr. Wasserspiele sind im Großen Garten täglich von 10 bis 12 Uhr und von 15 bis 17 Uhr zu sehen, an Wochenenden und Feiertagen von 10 bis 12 Uhr und von 14 bis 17 Uhr. Rund 120 000 im Herbst gepflanzte Frühjahrsblumen wie Tulpen, Narzissen und Hyazinthen sind in den Schmuckbeeten am Start. Im Berggarten entfalten neben der Kleinen Titanwurz auch Magnolien und Zier-Kirschen ihre Blütenpracht.

Das Schlossmuseum Herrenhausen ist ab Sonnabend täglich von 11 bis 18 Uhr geöffnet, ebenso der Schloss-Shop. Der Infopavillon lädt täglich von 10 bis 18 Uhr mit Pflanzen, Gartenzubehör, Büchern und mehr zum Stöbern ein.

Eintrittspreise: Ein Gesamtticket für alle Gärten und das Museum kostet 8 Euro, ermäßigt 5 Euro und für Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren 4 Euro. Kinder bis 12 Jahre haben freien Eintritt. Eine Solokarte für den Berggarten kostet 3,50 Euro. Eine Jahreskarte für Großen Garten und Berggarten 25 Euro, ermäßigt 15 Euro.

Zusätzlich finden auch die öffentlichen Führungen gegen Aufpreis ab April wieder regelmäßig statt. Dabei reicht das vielseitige Programm vom Rundgang durch den Großen Garten, das Museum oder den Berggarten über Profitipps für Hobbygärtner bis zu „Gartenzwerg“-Führungen für Kinder.

Von Andreas Krasselt

Hannover, Herrenhäuser Gärten

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