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BRANDOPFER: Matthias 
Kempters Radanhänger 
brannte im Keller. Er 
ist sich sicher: Das war 
Brandstiftung.

BRANDOPFER: Matthias
Kempters Radanhänger
brannte im Keller. Er
ist sich sicher: Das war
Brandstiftung.© Uwe Dillenberg

Brände

Im Keller lodert die Gefahr

Schon wieder brennt ein Keller. In Kleefeld zieht Rauch durch ein Treppenhaus nach oben. Sechs Menschen sind in einer Wohnung gefangen. Die Feuerwehr rettet sie vom Balkon. Ein Anwohner ist sich sicher: Das war Brandstiftung.Hat derselbe Täter in den letzten Monaten auch Sperrmüllhaufen auf der Straße angezündet?

Hannover. Seine Frau, die vier Kinder und seine Schwägerin – sie sind gefangen. In der eigenen Wohnung. Die tödliche Gefahr kommt von unten. Qualm strömt aus dem Keller nach oben – er versperrt den Weg durch das Treppenhaus. Nur mit einer Drehleiter kann die Feuerwehr sie vom Balkon retten.

Und das alles, weil Matthias Kempters Fahrradanhänger in seinem Keller an der Stenhusenstraße (Kleefeld) brennt. Es ist Montagabend, 19 Uhr. Zum zweiten Mal in zwei Tagen brennt es im Keller des Mietshauses.

Dass das jetzt wieder passiert, daran ist Kempters elfjährige Tochter wohl nicht ganz unschuldig. Sie hat aus Neugier am Sonnabend im Keller gezündelt. „Sie dachte, sie hätte es ausgetreten“, sagt der 53-Jährige später. Ihrem Vater hat sie nichts verraten. Doch dann steht kurz darauf ein Nachbar vor der Tür. „Dein Keller brennt“, sagt der. Die Feuerwehr rückt an und löscht. Doch Qualm ist durch den Kellerflur gezogen. Eine Hintertür bleibt zum Entlüften offen.

Tags darauf brennt Kempters Fahrradanhänger. Die Polizei ermittelt noch wegen der Brandursache. Kempter ist sich schon sicher: „Das war Brandstiftung“, sagt er. Der Täter habe noch Papier in den Anhänger gelegt, bevor er ihn angezündet habe, so Kempter. Seine Tochter hat laut Polizei nichts mit der Sache zu tun.

Immer wieder brennen in Hannover Keller. Erst vergangenen Mittwoch brannte es an der Weberstraße (Linden-Mitte). Ein Unbekannter hatte einen Haufen Gerümpel angezündet. Der Schaden betrug 50?000 Euro. Viel schlimmer: Acht Menschen gerieten in Gefahr. Die Feuerwehr rettete sie über Leitern. Der Weg durchs Treppenhaus war abgeschnitten. Dass bei den Bränden kein Mensch ernsthaft verletzt wurde, haben die Bewohner sich selbst – und der Feuerwehr – zu verdanken. Jedes Mal hatte ein Mieter den Qualm gerochen und schnell die Retter gerufen. Innerhalb weniger Minuten waren die Feuerwehrleute vor Ort, löschten und befreiten die Menschen aus den Wohnungen.

Das Feuer in der Stenhusenstraße war nicht das erste in der Gegend. Vergangenen Herbst hatten hier Sperrmüll und Altpapiercontainer gebrannt. Matthias Kempter sagt, er fühle sich in seinem Viertel unsicher. Er vermutet denselben Täter: „Hier ist einer, der siehts wohl gerne fackeln“.


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