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Meine Stadt Im Käfig ausgesetzt: Kaninchen Mary Christmas und Silvester
Hannover Meine Stadt Im Käfig ausgesetzt: Kaninchen Mary Christmas und Silvester
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21:51 02.01.2018
Kaninchen im Tierheim Krähenwinkel  Quelle: Rainer_Droese
Hannover/Langenhagen

 Kleine Kulleraugen, weiches Fell und ein Puschelschwanz. Dennoch wurden die zwei Kaninchen Mary Christman und Silvester am 28. Dezember ausgesetzt – und leben nun im Tierheim in Krähenwinkel. Die flauschigen Geschwister wurden in der Südstadt in einem kleinen Käfig unter einer Parkbank gefunden. „Wir schätzen, dass sie etwa im Oktober geboren sind. Es sind ganz klassische Zoofachhandelstiere“, sagt Josefine Elze, Tierpflegerin im Kleintierbereich des Tierheims.

Nebenan sitzen noch zwei kleine Kaninchen – die Pfleger haben sie auf die Namen Nikolaus und Prosit getauft. „Prosit wurde auf der Straße gefunden und fast von einem Hund gefressen. Er hatte Glück im Unglück“, so Elze. Abgeholt werden Kaninchen fast nie. Darum kommt es im Tierheim immer wieder zu Engpässen. „Viele wissen gar nicht, dass sie hier anrufen können und vielleicht ihr Tier zurück bekommen. Manche sind ja einfach nur abgehauen“, erzählt Tierheimleiterin Doris Peterek. Manche bleiben im Heim. So wie die beiden Schweine Detlev und Dieter, die seit genau drei Jahren im Tierheim wohnen. Zum Jahreswechsel 2015 wurden sie in einem Wald gefunden.

Kaninchen im Tierheim Krähenwinkel Quelle: Rainer_Droese

Menschen geben ihre Tiere manchmal auch aus Geldmangel oder aus Krankheitsgründen weg. „Da müssen wir dann auch mal ablehnen. Die Leute wissen aber, dass wir im Tierheim Fundtiere aufnehmen müssen und setzen sie dann aus“, sagt Tierpflegerin Elze. Wenn sich der Besitzer des Tiers innerhalb von sechs Monaten meldet, dann darf er auch sein Tier wieder mitnehmen. Bei freiwillig abgegeben Tieren, hat das Tierheim dann das Recht weiterzuvermitteln. Ein großes Problem ist auch der Internethandel mit Tieren. Tierheimleiterin Peterek sagt: „Diese Fehlkäufe landen dann häufen bei uns. Wir müssen sie dann erziehen und ein Zuhause finden.“ Besonders viele Tiere werden zu Ostern ausgesetzt. „Denn draußen ist es dann nicht mehr so kalt“, so Elze.

Von Karina Hörmann

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