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Meine Stadt Ihme-Zentrum unterm Hammer
Hannover Meine Stadt Ihme-Zentrum unterm Hammer
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00:31 02.08.2014
SOLL VERSTEIGERT WERDEN: Das Ihme-Zentrum in Linden. Diesmal wird der Termin wohl nicht platzen. Foto: Behrens
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Hannover

Bereits zweimal war die Zwangsversteigerung des Ihme-Zentrums kurz vor dem geplanten Termin abgeblasen worden. Am kommenden Dienstag soll der monströse Gebäudekomplex in Linden nun aber tatsächlich im Amtsgericht Hannover unter den Hammer. Nach NP-Informationen will die Landesbank Berlin (LBB) als größte Gläubigerin diesmal keinen Rückzieher machen. Sie scheint die Hoffnung aufgegeben zu haben, auf regulärem Wege einen Investor für die Problemimmobilie zu finden. Äußern will sich die Bank zu dem Zwangsversteigerungsverfahren derzeit nicht.

Bereits Ende Juni hatte die LBB jedoch verlauten lassen, dass sie ein überregional tätiges Maklerbüro beauftragt habe, das sich auf Zwangsversteigerungen spezialisiert hat. Denn offenbar scheint es konkrete Interessenten zu geben. Die haben zwar kein Interesse daran, das Ihme-Zentrum als regulärer Investor zu kaufen, können sich aber vorstellen, mindestens Teile des Gebäudekomplexes in der Zwangsversteigerung zu erwerben. Versteigert werden soll die Immobilie am Dienstag in fünf Teilen. Das Gebäude Ihmeplatz 5, in dem unter anderem der städtische Fachbereich Jugend und Familie untergebracht ist, wird derzeit im Verfahren mit einem Verkehrswert von zwölf Millionen Euro geführt.

Der Büroturm Ihmeplatz 2, in dem die Stadtwerke ihre Zentrale haben, wird mit 16,8 Millionen Euro gelistet, die Tiefgarage wird für 2,7 Millionen Euro angeboten. Der Verkehrswert der Arkaden des Ihme-Zentrums mit Potenzial für Handels- und Büroflächen liegt bei 11,6 Millionen Euro. Für die angebotenen Wohnflächen in dem Gebäudekomplex liegt er bei 6,5 Millionen Euro. Welche Werte tatsächlich erzielt werden können, wird allerdings erst die Zwangsversteigerung zeigen. Investoren haben dort auch die Möglichkeit, nur auf die aus ihrer Sicht lukrativeren Teile des Ihme-Zentrums zu bieten. Zuletzt hatte eine größere Investorengruppe im Sommer 2013 Interesse an einem Kauf gezeigt und die Immobilie genau unter die Lupe genommen. Anfang des Jahres scheiterten die Verhandlungen jedoch.

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