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Eigentümerversammlung

Ihme-Zentrum: Alles klar für Bauantrag

Eine wichtige Hürde zur Sanierung des Ihme-Zentrums scheint ausgeräumt. Die Mehrheit der Wohnungseigentümer stimmt Plänen zur Fassaden-Sanierung zu.

Hannover.  Eine einfache Mehrheit hat gereicht. Bevor die Wohnungseigentümer des Ihme-Zentrums gestern eine stundenlange Diskussion begannen, schien schon klar, dass sie den Plänen zur Fassadensanierung zustimmen. Nur mit ihrem Rückhalt können Großeigentümer Amir Dayan und seine Firma Intown einen Bauantrag bei der Stadt stellen. Und von dem hängt es ab, ob die Stadtverwaltung Ankermieterin bleibt – oder auszieht.

Die Entscheidung fiel am Abend, der Bauantrag kann gestellt werden. Die Stadt hofft nun, dass Meinungsverschiedenheiten zur Bauausführung kurzfristig geklärt werden können.

Einfach machten es sich die Eigentümer nicht. Erst gab es eine ordentliche Versammlung (mit Punkten zu laufenden Geschäften), dann die außerordentliche zur Fassadensanierung. Für den ersten Konflikt sorgte schon ein wichtiger Punkt in der ersten Sitzung. Die Dachlandschaft der Betonburg muss überholt werden; die Regenfluten der vergangenen Wochen machten vielen das Ausmaß klar. Experten schätzen die Kosten auf fünf Millionen Euro. Als Großeigentümer müsste Dayan davon 83 Prozent tragen – dies lehnt der Investor ab, er will zunächst Details wissen.

„Die Umlage der Restausgaben bedeutet nicht, dass es einen Kleineigentümer ruiniert“, sagte einer der Be­troffenen der NP im Vorfeld. Aber nicht nur in der Verwaltung und der Politik, sondern auch bei den gut 1400 Bewohnern hat sich Misstrauen gegenüber dem Investor und seinem Firmengeflecht breitgemacht. Etliche haben Zweifel, ob er wirklich Geld in die Hand nimmt.

Verwalter Torsten Jas­kuls­ki versuchte aufzuräumen mit dem Argwohn. Doch das dauerte. Am Ende schien dann den meisten klar, dass ohne die Zustimmung zur Fassade ihr Zuhause auf Dauer kaum noch eine Zu­kunft hat. Die von der Stadt eingeräumte Frist für den Bauantrag ist schließlich längst verstrichen.

In den nächsten Tagen soll der Bauantrag bei der Stadt eingehen. Noch ist fraglich, ob die gut zehn Millionen Euro teure Fassadensanierung in diesem Jahr beginnt. Intown will bis 2022 die Modernisierung des Komplexes abgeschlossen haben.

Von Vera König


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