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Erst dachte eine Frau, dieser Igel sei krank - dabei stand er nur kurz davor, Jungen zu werfen.

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Hannover

Igel-Nachwuchs im NP-Shop

Da warens plötzlich drei ... Dass sich eine Igel-Dame dazu entschließt, ihren Nachwuchs in einem wohlgeordneten Geschäft mitten in der Stadt zu bekommen, dürfte eher in die Kategorie „ungewöhnlich“ fallen.Aber was soll frau tun, wenn ihre Wehen einsetzen?

Hannover. Von diesen tierischen Überlegungen wussten Agne Budarina (27) und Katja Gashi (46) natürlich noch nichts, als sie am Mittwoch die Igeldame in ihrer HAZ/NP-Geschäftsstelle in der Langen Laube entdeckten. „Der Igel sah nur irgendwie krank aus, er hat schwer geatmet“, berichtet Budarina.

Katja Gashi machte genau das, was sie als Tierschützerin gewohnt ist: Erste Hilfe leisten - nämlich den Igel vorsichtig in einen Karton heben, mit Zeitungen überdecken, so dass das Tier atmen kann, sich aber sicherer fühlt. Zweitens Hilfe holen. „Ich rief bei der Feuerwehr an und war erstaunt, dass die sich nicht zuständig für ein offensichtlich krankes Wildtier fühlen. Ich sollte den Igel einfach wieder draußen aussetzen, sagte er. Wo denn? Hier ist ja nur Beton!“ Nächster Anruf bei der TiHo. „Die fühlten sich zuständig und wollten auch helfen, aber wir hätten das Tier bringen sollen“, so die 46-Jährige. „Aber ich kann ja nicht mitten in der Arbeitszeit weg.“ Allerdings habe man ihr die Auskunft gegeben, dass die Feuerwehr durchaus zuständig ist. „Beim zweiten Anruf war der Feuerwehrmann total pampig und meinte, wenn sie kämen, dann müsste ich den Einsatz bezahlen.“

Doch wo Not ist, ist Hilfe nicht weit. Kundin Annemarie Fricke (76) aus Garbsen bekam das Tierdrama mit und bot kurzerhand an, den Igel mitzunehmen, da sowohl ein Garten als auch ein dahinterliegendes, frisch abgemähtes Feld zur Verfügung stünden. „Das war ganz schön aufregend“, so die Rentnerin zur NP. Noch aufregender wurde es, nachdem sie ihr Auto holte, um den einen vermeintlich kranken Igel im Karton in Empfang zu nehmen. „Plötzlich waren da drei drin, der Igel hatte zwischendurch Babys bekommen.“ Katja Gashi hatte es als erstes mitbekommen. „Ich hatte mich gefragt, was der für einen Radau im Karton machte, guckte und sah dann die Familie. Eigentlich hatte ich mich vorher schon gewundert, dass der Igel sich nicht einrollte, sondern gerade blieb. Das ist ja untypisch.“

Ende gut, alles gut: Annemarie Fricke brachte die frische Igelfamilie zum Tierarzt nach Garbsen, wo sie erste ärztliche Hilfe bekamen. „Der umarmte mich, weil er es so toll fand, dass die Tiere gerettet wurden.“ Danach gings im geschützten Karton - und mit Hundefutter - an eine besonders geschützte Stelle am Feldrand. „Hier sollen die Kleinen in Ruhe aufwachsen“, freut sich Rentnerin Fricke.


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