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Meine Stadt Hunderte beim Welcome Day bei der Polizei
Hannover Meine Stadt Hunderte beim Welcome Day bei der Polizei
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00:24 20.06.2015
SCHLAG AUF SCHLAG: In der Sporthalle demonstrierten Polizisten Selbstverteidigungstechniken. Quelle: Frank Wilde
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„Beim Boxen lernen wir die Deckungsarbeit, um das Wichtigste am ganzen Körper zu schützen: den Kopf“, erklärte der Polizeiführer. Und dann ging es bei der Selbstverteidigungsvorführung in der Sporthalle auch schon Schlag auf Schlag - aber nur ins Übungskissen des Kollegen. Die Vorführung war Teil des bundesweit einzigartigen„Welcome Days 2015“ für angehende Kommissare, die im Herbst ihr Polizeistudium beginnen.

Foto: Frank Wilde

Rund 660 junge Frauen und Männer informierten sich am Mittwoch auf dem weitläufigen Gelände der Zentralen Polizeidirektion Niedersachsen an der Tannenbergallee (List) über ihren künftigen Job: von der Arbeit mit Polizeihunden und -pferden über Hubschrauberstaffel und Wasserschutzpolizei bis hin zu Streifendienst, Personenschutz und Schießausbildung. Laura Tjaden (20) wollte zum Beispiel von Kommissar Martin Körner (35) wissen, wie man eine P 2000-Dienstpistole richtig entsichert. Er zeigte es ihr geduldig, sie durfte es nachmachen: „Die liegt ziemlich gut in der Hand.“

„Ich wünsche Ihnen einen guten Start in einen der schönsten Berufe der Welt“, sagte Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius in einer kleinen Ansprache: „Mögen Sie niemals bereuen, diesen Schritt gegangen zu sein.“

Deutsch-Ägypter Manuel Kelada (18) ist hoch motiviert. Der Berufswunsch war für ihn schon früh klar: „Das war immer ein Kindheitstraum von mir. Ich habe mich auch im Karneval als Polizist verkleidet.“ Seinen Migrationshintergrund sieht er als großen Vorteil für die spätere Arbeit: „Ich kann durch mein Arabisch andere Kulturen besser verstehen.“ Nicole Bierhance (21) wiederum will erst seit etwa einem Jahr Polizistin werden. Sie kam während ihrer Ausbildung als Kauffrau für Bürokommunikation bei der Polizeidirektion Hannover auf den Geschmack: „Meine Stärke für diesen Beruf: Ich kann mich gut in andere hineinversetzen.“

Harald Grube

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