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Meine Stadt Hohe Strafe für Vergewaltiger
Hannover Meine Stadt Hohe Strafe für Vergewaltiger
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17:34 14.03.2017
ARCHIV - ILLUSTRATION - Die Statue Justizia ist am 25.01.2011 im Amtsgericht in Hannover (Niedersachsen) zu sehen. Foto: Peter Steffen/dpa (zu dpa "Geplante Strafrechtsreform: Mord muss nicht lebenslang bedeuten" vom 29.06.2015) +++(c) dpa - Bildfunk+++ Quelle: Peter Steffen
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Eine Vielzahl von Entschuldigungen und Tränen: Sie nützten Faisal S. (25) nichts. Er wurde gestern im Landgericht wegen besonders schwerer Vergewaltigung zu sechs Jahren und neun Monaten verurteilt. „Sie hatten ein klares Ziel. Sie wollten Sex, egal, zu welchem Preis“, urteilte Richter Michael Schweigert.

Der Angeklagte hatte gestanden, am 27. September 2016 seine Ex-Freundin vergewaltigen zu wollen. Eine Nachbarin hörte die Hilfeschreie der 46-Jährigen und eilte zu Hilfe. Doch am 23. Oktober konnte keiner mehr der Frau helfen. Innerhalb kurzer Zeit wurde sie zweimal von dem Flüchtling aus Pakistan missbraucht. Dabei sah es die Zwölfte Große Strafkammer als erwiesen an, dass Faisal S. ein Messer einsetzte, um sein Verlangen durchzusetzen. „Ihre Ex-Freundin hatte Todesangst“, so der Richter.

Er bezeichnete den Fall als „tragisches Ende einer kurzzeitige Liaison“. Ende Juni hatten sich Täter und Opfer auf Facebook kennengelernt. Schon bald nervte der Angeklagte die Frau mit seinem ständigen Verlangen nach Sex. Sie setzte ihn vor die Tür. Er stalkte sie und stellte sogar eine Leiter an das Mietshaus in Mittelfeld, um in ihr Schlafzimmer zu gelangen.

Rechtsanwalt Clemens Anger sprach von einem „liebeskranken Mann“. Er beantragte fünf Jahre Haft. Staatsanwalt Stephan Dach hielt eine Gefängnisstrafe von sieben Jahren für angemessen.

Die gepeinigte Frau hat die Verhandlung verfolgt. Zur NP meinte sie: „Ich bin sicher, dass er mich töten wollte.“ Sie sei froh, dass Faisal S. jetzt weggeschlossen werde: „Ich hätte sonst umziehen müssen.“ Der 25-Jährige wird wohl noch aus der Haft abgeschoben.

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