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AUTORETTUNG: Feuerwehrleute ziehen bei Hemmingen mit einem Einsatzfahrzeug einen Liegenbleiber von der überfluteten Straße. Mehrere Autofahrer hatten laut Feuerwehr Warnschilder und Absperrungen missachtet, waren ins Hochwasser gefahren – und hatten sich so in große Gefahr gebracht.

AUTORETTUNG: Feuerwehrleute ziehen bei Hemmingen mit einem Einsatzfahrzeug einen Liegenbleiber von der überfluteten Straße. Mehrere Autofahrer hatten laut Feuerwehr Warnschilder und Absperrungen missachtet, waren ins Hochwasser gefahren – und hatten sich so in große Gefahr gebracht.

Rettung aus der Flut

Hochwasser - Liegenbleiber müssen zahlen

Fünf Autofahrer, die bei Hemmingen aus dem Hochwasser gerettet wurden, müssen den Feuerwehreinsatz bezahlen – es drohen Kosten in vierstelliger Höhe.

Hannover.  Die Flut und die Folgen: Fünf Autofahrer, die bei Hemmingen aus dem Hochwasser gerettet wurden, müssen den Feuerwehreinsatz bezahlen – es drohen Kosten in vierstelliger Höhe. An der Wasserkunst in Herrenhausen sicherte die Feuerwehr am Wochenende einen Kran, um sicherzustellen, dass er nicht auf den nahen Westschnellweg stürzen konnte. Obwohl der Leinepegel deutlich gesunken ist, blieben die Deichtore zunächst geschlossen.

Für fünf Autofahrer aus der Region Hannover, die sich in große Gefahr gebracht hatten, wird das Hochwasser wohl ein teures Nachspiel haben. Sie hatten bei Hemmingen laut Feuerwehr-Sprecher Lennart Fieguth „deutliche Absperrungen ignoriert“, waren auf die überflutete Brück- und Dorfstraße gefahren und dort liegengeblieben.

Die Stadt Hemmingen werde die Rettung durch die Feuerwehr berechnen, die Kosten je Einsatz könnten bei 1000 Euro liegen, sagte Fieguth. Natürlich sei die Hilfe der Feuerwehr generell kostenlos, „es sei denn, man handelt grob fahrlässig“.

Die genaue Gebührenberechnung nehme die Kommune vor. Fieguth betont: „Wir weisen ausdrücklich darauf hin, Absperrungen nicht zu ignorieren, es kann Lebensgefahr bestehen.“

Die Feuerwehr Hannover appelliert weiter an alle Bürger, Deiche und Überflutungsbereiche „aus Sicherheitsgründen auf keinen Fall zu betreten“. Bis auf 5,80 Meter war der Leinepegel bei Herrenhausen in der Nacht zu Sonnabend gestiegen – die kritische Marke liegt bei sechs Meter. Doch seitdem sank der Pegel, bis Sonntagabend um gut einen halben Meter.

Trotzdem hat die Feuerwehr weiter tausende Sandsäcke in Bereitschaft, die Ricklinger Deichtore bleiben „bis mindestens Montag geschlossen“, sagte Feuerwehr-Sprecher Martin Trang.

Sonnabend sorgten Feuerwehrleute dafür, dass die Ausleger eines Krans an der Baustelle der Wasserkunst (Herrenhausen) eingeklappt wurden. Das provisorische Betonfundament der Maschine war laut Trang vom Hochwasser umspült. Man habe sicherstellen wollen, dass die Ausleger des Krans nicht auf den Westschnellweg stürzen, falls es zum Umfallen kommt.

Das Freitag teilweise überflutete Ricklinger Freibad werde am Montag wieder öffnen, sagte Schwimmmeister Dirk Godenrath. Nur das Nichtschwimmerbecken müsse noch gereinigt werden. Größere Probleme indes hat das Limmer Volksbad. Anrufer werden per Ansage informiert: „Aufgrund der aktuellen Wetterlage bleibt das Freibad bis auf weiteres geschlossen.“

Von Andreas Körlin


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