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Meine Stadt HoGeSa: Ermittlungen wegen versuchter Tötung
Hannover Meine Stadt HoGeSa: Ermittlungen wegen versuchter Tötung
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19:44 17.11.2014
Vermummte Gegendemonstranten - einige von ihnen sollen vier Hooligans angegriffen und schwer verletzt haben.
Hannover

Die Tat geschah gegen 15.30 an der Straße Postkamp/Ecke Striehlstraße. Vier Teilnehmer der "HoGeSa"- Versammlung sind dort von einer etwa 30-40 köpfigen Gruppe vermummter Personen, die offensichtlich der linken Szene angehören, angegriffen und teilweise schwer verletzt worden.

Die Polizei rechnet mit über 5000 Teilnehmern der "Hooligans gegen Salafisten".

Nach Angaben der Opfer (42, 42, 45 und 47 Jahre - alle kommen aus Bielefeld) sind diese auf der Straße Postkamp unterwegs gewesen, als eine Gruppe von 30 bis 40 Männern und Frauen aus der Striehlstraße auf sie zugerannt gekommen ist. Diese haben sie als Nazis beschimpft und ohne Vorwarnung mit Pfefferspray besprüht. Anschließend sind alle Vier massiv getreten und geschlagen worden, vermutlich auch mit Schlagwerkzeugen.

Zwei 42 und 45 Jahre alte Männer haben sich dabei so schwere Verletzungen zugezogen, dass sie zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus gebracht worden sind. Die beiden weiteren Opfer (42 und 47 Jahre) erlitten leichte Verletzungen und haben nach dem Vorfall Einsatzkräfte der Polizei über den Angriff informiert.

Auch nach einer ersten Befragung der Opfer im Krankenhaus ist der genaue Tatablauf weiterhin unklar. Der 45-Jährige hat diverse Prellungen, einen Rippenbruch und eine Kopfverletzung erlitten. Sein 42 Jahre alter Begleiter ist zunächst ebenfalls in einem Krankenhaus behandelt worden. Er erlitt bei dem Angriff einen Kieferbruch und ist mittlerweile in ein Krankenhaus in Bielefeld überführt worden. Beide Männer konnten aufgrund ihrer Verletzungen noch nicht vernommen werden.

Im Rahmen der heutigen weiterführenden Ermittlungen haben sich für die Polizei Anhaltspunkte dafür ergeben, dass die Täter den Tod des 45-Jährigen mindestens billigend in Kauf genommen haben. Aus diesem Grund wird zum jetzigen Zeitpunkt wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts ermittelt. Das Opfer ist immer noch nicht vernehmungsfähig, konnte von den Ermittlern aber "informell" befragt werden. Eine Befragung der behandelnden Ärzte soll noch weiteren Aufschluss über die Art und den Umfang der Verletzungen geben. Daraus erhoffen sich die Beamten, auch Rückschlüsse auf ein mögliches Tatwerkzeug ziehen zu können.

Bei den Tätern soll es sich um eine Gruppe aus Männern und Frauen mittleren Alters handeln, sie waren schwarz gekleidet und mit schwarzen Masken vermummt. Die Ermittlungen dauern an. Hinweis nimmt der Kriminaldauerdienst unter der Telefonnummer 0511 109-5555 entgegen.

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