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Meine Stadt Himmelfahrt: Wer zu viel feiert, der zahlt
Hannover Meine Stadt Himmelfahrt: Wer zu viel feiert, der zahlt
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08:27 25.05.2017
IMMER IM BLICK: Ordnungsämter im Umland und die Polizei haben am Donnerstag ein wachsames Auge auf Feierwütige, die es übertreiben. Ihnen droht unter anderem ein Bußgeld.  Quelle: Foto: Archiv
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HANNOVER

 Wer es an Himmelfahrt mit der Feierei übertreibt, kommt aller Voraussicht nach mit der Polizei und Mitarbeitern der Ordnungsämter einiger Kommunen in Konflikt. Denn die haben nicht nur ein Alkoholverbot für einzelne Bereiche verhängt, in denen in den Vorjahren exzessiv gefeiert wurde, es gibt auch Einschränkungen beim Abspielen von Musik. Und: Polizisten behalten sich vor, angetrunkene minderjährige Jugendliche in Obhut zu nehmen und zu ihren Eltern zu bringen. 2016 hatte die Polizei einen 16-Jährigen mit 2,87 Promille Atemalkohol aufgegriffen – Spitzenwert vor einem Jahr.

Die Städte und Gemeinden Langenhagen, Isernhagen, Wunstorf und Neustadt haben sogar sogenannte Allgemeinverfügungen verhängt, mit denen sie die Verbote durchsetzen wollen. Rund um Silbersee, Wietzepark und Hufeisensee gilt am Donnerstag striktes Alkohol-und Musikverbot. In Steinhude hat die Kommune ab 18 Uhr ein Musikverbot auf den Strandterrassen erlassen, außerdem ist das Grillen auf einer Wiese davor untersagt. In Mardorf gilt das Musikverbot ab 19 Uhr für den Badestrand Weiße Düne und für den Surfstrand Weißer Berg.

An beiden Stränden hätten sich in den Vorjahren am Vatertag stets einige hundert Menschen zum Feiern getroffen, wodurch sich Besucher gestört gefühlt hätten. „Es kam in der Vergangenheit zu erheblichen Beschwerden sowohl von Besuchern des beliebten Erholungsortes als auch von Anwohnern über die mit steigendem Alkoholkonsum zunehmenden Verunreinigungen und Belästigungen“, so die Stadt Neustadt. Auch zu gewalttätigen Auseinandersetzungen un­ter den Feiernden sei es aufgrund des erhöhten Alkoholkonsums gekommen. 

Der Bade- und der Surfstrand in Mardorf müssen um 19 Uhr von den Feiernden geräumt sein. Untersagt ist außerdem die Mitnahme von Alkohol auf die Steinhuder Badeinsel, wer betrunken ist, darf die Insel erst gar nicht betreten. Wer gegen die Verfügung verstößt, muss zahlen: ein Bußgeld von 50 Euro. Alkohol- und Musikverbot für die jeweiligen Bereiche gelten bis Freitag, 6 Uhr morgens.

Auch in Hannover geht die Polizei mit verstärkten Kon­trollen gegen ausuferndes Feiern vor. Schwerpunkt der Kontrollen sind der Maschsee und der Maschteich hinter dem Neuen Rathaus – zwei bekannte Feierplätze. 2016 hatte die Polizei dort 54 Strafverfahren eingeleitet, das Jahr davor waren es 20 gewesen. Ziel sei es, gefährliche Situationen erst gar nicht entstehen zu lassen, so die Polizei.

Außerdem weist sie da­rauf hin, dass der Friedrichswall wegen des Jazzfestivals auf dem Trammplatz ab 9 Uhr in beide Fahrtrichtungen bis 21 Uhr gesperrt ist.

Von Andreas Voigt

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