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MARITIM: Im Spago an der Löwenbastion gibt es frischen Fisch.

Maschseefest

Hier schmeckt das Maschseefest am besten

Bier und Bratwurst oder Hummer und Champagner: Das Maschseefest bietet für jeden Geschmack das Richtige. Die NP-Redaktion hat getestet,?wo Sie welches Gericht unbedingt probieren sollten – oder doch lieber den nächsten Stand ansteuern. Teil eins: das Ostufer.

Hannover. Sylter Flair und mehr am Maschseeufer

Auf die Schnelle ein Fischbrötchen (mit Matjes drei, Lachs 3,50, Backfisch 4,50 Euro) oder ein echtes Abendessen? Wir entscheiden uns für Letzteres. Aber: Wo ordern wir? Und vor allem was? Die Bestellsituation an dem langen Tresen bei Gosch ist unübersichtlich. Auf großen Tafeln im Hintergrund stehen Getränke (Weizenbier vier Euro, Cola 2,50, Kleiner Keiler 1,50 Euro) und Gerichte – leider viel zu klein gedruckt. Dazu lösen viele kleine Tafeln mit einzelnen Speisen Reizüberflutung aus.

Wir entscheiden uns für Thainudeln (12,50 Euro) und eine Folienkartoffel mit Scampi (12,50 Euro, die Version mit Krabben ist ausverkauft). Kassiert und serviert wird schnell, die Abwicklung ist unproblematisch. Da an dem heißen Sommerabend die Plätze am Wasser und der Promenade (Hochtische und Stühle) belegt sind, nehmen wir gegenüber auf Bierzeltgarnituren?Platz. Die Tische sind mit Blumen dekoriert. Der Krach vom Rudolf-von-Bennigsen-Ufer dagegen ist nicht so toll – viele Motorroller knattern vorbei.

Das Thai-Gericht (serviert im Pastateller) ist zwar lauwarm, aber alles andere ist top: Die Nudeln sind al dente, bei jedem Happen sind Flusskrebse und Scampi dabei, man muss sie nicht suchen. Die dicke Sauce ist angenehm scharf, aber nicht übertrieben pikant. Die Portion macht locker satt, mit zwei Weißbrotscheiben kann man Saucenreste aufnehmen – gut gelungen!

18 recht salzige Scampi zieren den Teller mit der mittelgroßen Ofenkartoffel, Paprikastückchen und fein gehackte Lauchzwiebeln geben dem blassen Quark hübsche Farbtupfer. Dazu gibts zwei Dips – Hummer- und Knobi-Sauce. Dafür, dass sie von Gosch sind, schmecken sie eher langweilig. Interessant wirds hingegen, wenn man die Augen offen hält – sehen und gesehen werden. Wir entdecken 96-Trainer Mirko Slomka mit Gattin Gunda.

NP-Tipp: Definitiv die Thainudeln. Nach ihnen wird am Tresen oft gefragt, das Preis-Leistungs-Verhältnis ist super. mc

Ambiente: 4 Sterne

Essen & Trinken: 3 Sterne

Bei Reimann wird nur die Ente sauer

Manchmal muss es etwas gediegener sein. Den See vor Augen, blühenden Lavendel auf den Tischen vor der Nase und Lachstatar auf der Gabel – wir sind an Hannovers Côte d’Azur, in Ekkehard Reimanns feiner französischer Küche mit Mittelmeer-Flair. Sensationell entspannend mit traumhaften Plätzen, je nach Wahl mit Kellner- oder Selbstbedienung. Tischreservierung schadet nicht.

Die besten Plätze gibts in der kleinen Bucht direkt an der Kaimauer. Wer sie erobert hat, nimmt lieber noch drei Sauvignon Blanc (gut, das 0,2-Liter-Glas für fünf Euro), als ihn wieder herzuschenken.

Weniger entspannt ist es nur bei der Essens- und Getränkeausgabe. Hier kann man schon mal zehn Minuten in der Warteschleife hängen, bis das hausgemachte Entensauerfleisch mit buntem Salat und Risolée-Kartoffeln (12,50 Euro) über den Tresen geht. Warten lohnt sich, auch das Lachstatar mit Senf-Dill-Sauce (10,50 Euro) kommt gut. Empfehlenswert ebenfalls Oma Conrads Rinderroulade mit Rotkohl und Kartoffelstampf (14,50 Euro), auch wenn es eher ein Herbst-Gericht ist. Fifty-fifty (11,50 Euro) – halb Rindercarpaccio, halb Vitello Tonnato – muss man dagegen nicht haben.

Vom weißen Pfirsich mit Himbeersauce und Minzsorbet war gegen 21.30 Uhr leider der Pfirsich schon aus. Wir wurden mit zwei Kugeln Sorbet vertröstet, der Preis blieb mit sechs Euro unverändert.

Man sollte auch nicht direkt vom Krafttraining im nahen Aspria kommen – die Portionen sind eher was für Leute, die nach 18 Uhr nicht mehr viel essen wollen. Alles zu verschmerzen. Das Publikum weiß, dass es in der Zeltküche von Reimanns Abspannoase nicht enttäuscht wird. Wer nicht auf den Cent schaut und nicht zur Rush-Hour kommt, genießt die stillen Maschsee-Tage im Clichy.

NP-Tipp: Wer nur etwas trinken will – an der Kaimauer im Selbstbedienungsteil stehen Bänke. Das Glas in der Hand, baumeln die Füße über dem See. aw

Ambiente: 5 Sterne

Essen & Trinken: 5 Sterne

Fisch und Fleisch an der Löwenbastion: Daumen hoch für den Seafood-Mix

Gastronomischer Doppelschlag an der Löwenbastion: Hier tischen das Restaurant Spago Maritimes und das Bavaria Royal Deftiges auf. Die Gäste sitzen an langen Biertischen, die mit frischem Rosmarin (Spago) oder weiß-blau rautierten Decken (Bavaria) dekoriert sind. Selbstredend sind die Sitzreihen am Wasser erste Wahl, aber Gäste haben von jedem Tisch aus eine wundervolle Sicht auf den See, auf dem schnatternde Enten und dynamische Stehpaddler vorbeiziehen.

Wir sind am Dienstagabend an der Löwenbastion, was uns freut: Nebenan in der Live-Musik-Location geht es ruhig zu, „Klassik am See“ ist angesagt und das Musikprogramm entsprechend lauschig. An anderen Tagen wird nämlich auch hier kräftig gerockt, morgen um 20.30 Uhr übernimmt das zum Beispiel Terry Hoax. An unserem Abend aber steuert ein Publikum die Löwenbastion an, das gern mitfeiert, aber nicht im Epizentrum der Seeparty stehen muss. Einige Familien und viele Paare speisen in dem charmanten Biergarten, das Sturm-und-Drang-Partyvolk tanzt woanders oder macht mal Pause.

Frischer Fisch oder zünftige Jause? Beides! Wir wollen möglichst viel kosten, darum beginnen wir mit dem Seafood-Mix (17,50 Euro) vom Spago-Stand. Auf dem Teller finden wir Kabeljaufilet, Scholle, Wildlachsfilet, einen Garnelenspieß, Limonen- aioli und eine große Ofenkartoffel mit Sour Cream. Vieles davon gibt es auch solo, dann natürlich entsprechend günstiger. Nicht nur, dass unser Fischmix ruck, zuck fertig ist - auch die Qualität ist klasse. Der Fisch ist zwar nicht kochend heiß, aber hervorragend gegart und sehr zart, das schmeckt nach Meer.

Auch beim Bayern reizt die Vielfalt, weshalb wir das Bayrische Bratenplatterl (14 Euro) bestellen, das Appetit auf Haxe, Krustenbraten, Leberkäs, Kraut- und Speckkartoffelsalat macht. Die Haxe entpuppt sich als Häxchen, die Kruste vom Krustenbraten kennt man krosser, sonst wurde auch hier gut gegart und gewürzt. Allerdings ist der Mix kein Vergleich zum Vorgänger „Schmankerlteller“, Bavaria-Fans werden sich erinnern.

NP-Tipp: Die Weine vom Winzer Gabel aus Herxheim! Wir mochten sowohl den süffigen Sauvignon Blanc (0,2 Liter fünf Euro) als auch den fruchtigen Rosé Pinot Blanc de Noir (0,2 Liter 5,50 Euro).jub

Ambiente : 5 Sterne

Essen Spago: 5 Sterne

Essen Bavaria Royal: 3 Sterne

Trinken Winzer: 5 Sterne

Wenn am Gourmet-Grill das Plastikmesser streikt

Nichts gegen Champagner und ein bisschen Schickimicki. Aber was Norbert Schu vor seinen Insel-Terrassen anbietet, ist für Hannover denn doch eine Spur zu snobby. Cocktails, Rotwein und Champagner – andere Getränke gibt es nicht an Schus schniekem Gourmet-Grill, der sich mit ein paar Tischen in die Ecke am Maschseebad quetscht.Wer Bier, Wasser oder Weißwein will, wird in den Biergarten hinter der Hecke geschickt.

Die Speisekarte ist ähnlich übersichtlich gehalten wie das Publikum. Wir wählen einen Scampi- und einen Fleisch-Spieß für jeweils 9,50 Euro und bekommen nach gut fünf Minuten unser Essen auf Pappstücken serviert. Der Barbecue-Clou: ein Plastikbesteck, das vom freundlichen französischen Kellner angereicht wird. Leider hat das Plastikmesser gegen das Grillfleisch nicht die geringste Chance. Da nützt es auch nichts, dass der Barchef versichert, er stamme aus Montpellier und da sei das Fleisch immer sehr zart. Immerhin, für die Scampi reicht das Besteck, aber wenn die Krustentierchen warm gewesen wären, hätten sie vielleicht besser geschmeckt.

NP-Tipp: Lieber um die Ecke in Schus Biergarten gehen und eine ordentliche Currywurst essen. Die schmeckt dort immer. Und Bier gibts auch. bok

Ambiente: 4 Sterne

Essen & Trinken: 3 Sterne

Musik-Tempel mit klassischen Bier-Begleitern

Tempelanlagen stehen ja meist in einsamer Lage, ähnlich verhält es sich mit der Temple Bar. Tief im Süden am Bootsanleger erhebt sich im Halbkreis vor der großen Bühne ein Holzhüttendorf. Hier ankern Guinness-Fans, die zur Live-Musik ab und zu auch mal ein Häppchen schnappen müssen. Die ganze Anlage hat etwas von Weihnachtsmarkt im Sommer. Man kann unter Bäumen in Biergartenatmosphäre klönen. Wenn es Live-Musik gibt (Mittwoch, Freitag, Sonnabend, Sonntag), wirds jedoch voll.

Hier gehts rustikal und bodenständig zu. Die Rundumversorgung bieten eine Cevapcici-Bar und andere klassische Bierbegleiter: Bratcurry für drei Euro, Pommes (zwei Euro), Schinkengriller (drei Euro). Geschmacklicher Durchschnitt, wenngleich die Currywurst in der Variante extrascharf den Bierkonsum hochhält. Der Weg führt weiter über China (dlei kleine Flühlingslollen für dlei Eulo) und Frankreich (gebackener Camembert mit Preiselbeeren, 3,50 Euro) nach Griechenland (Fladenbrot mit heißem?Schafskäse, vier Euro). Alle Wege enden hier aber in Irland (Guinness, Kilkenny und Cider, 0,4 Liter für vier Euro). Zum Nachtisch noch Crepes (zwischen 2,50 und fünf Euro), die ohne Besteck heiß auf die Serviette in die Hand geklatscht werden.

Besonders ist nur das Zupffleisch aus dem Smoker: Schweineschulter, die bei niedriger Temperatur so lange gegart wird, bis sich das magere Fleisch zupfen lässt. Gibt es im Burger zu fünf Euro oder als XXL-Scheibe mit Whiskeysauce für sieben Euro. Man muss dafür aber 18 Jahre alt sein. Schmeckt beides lecker, erinnert an den Geschmack teuren irischen Whiskeys, ist aber für die Größe der Portion nicht ganz billig. Der Ofen räuchert auch die ganze Tempelanlage ein. Hat was für sich – so nimmt man ein bisschen vom Fest mit nach Hause. NP-Tipp: An Konzerttagen kommen und zwischen den Bieren mal eine XXL-Scheibe reinschieben. aw

Ambiente: 4 Sterne

Essen & Trinken: 3 Sterne

Burger-König aus dem Birkenwald

Wen auf dem Weg vom Nordufer zum Süden des Sees der kleine Hunger plagt, der sollte ruhig in den Biergarten des Pier 51 einkehren. Wer es unkompliziert mag, is(s)t hier genau richtig. Und der unverkennbare Geruch von saftigem Fleisch verleitet sowieso zu einem Einkehrschwung, wenn der Grillmeister gerade das Türchen seines schwarzen „Smokers“ öffnet. Über Stunden durch den Rauch von Birkenholz gegart, kommt das Rindfleisch noch für ein paar Minuten auf den Grill – um anschließend zwischen Tomaten, Salat und Zwiebeln die perfekte Kombination im angegrillten Sesambrötchen einzugehen. Der „Smoke Rib Burger“ trägt seinen Namen also vollkommen zu Recht, die 7,50 Euro sind gut angelegt. Der wackelig-weiche Pappteller schadet dem Gesamteindruck nur ein wenig, der dem Wochenendansturm zum Opfer gefallene Krautsalat wird kurzerhand durch eine bunte Salat-Kombi ersetzt.

Ein echter Klassiker ist der „Pier-Burger“: 180 Gramm Fleischklops, zu fairen 5,50 Euro. Da kann der Grillmeister zwar nicht viel falsch machen, aber auch hier macht letztlich die Kombination aus frischem Salat und herzhafter Sauce den Burger (rein)beißenswert.

Wer auf die Pommes zum Burger nicht verzichten mag und dazu auch noch kleinen Bierdurst verspürt, muss sich leider in Summe dreimal an verschiedenen Ständen anstellen – das könnte besser gelöst werden. Wer zudem einen der malerischen Plätze direkt am Ufer erwischt und über den See blickt, kann die Leichtigkeit des American way of life erahnen. Oder zumindest riechen, wenn wieder der typische Barbecue-Hauch aus dem Smoker herüberzieht.

NP-Tipp: Plastikbesteck gleich links liegen lassen und stattdessen das Desinfektionsspray am Stand nutzen – echte Burger-Kenner greifen sowieso am liebsten mit beiden Händen zu. mh

Ambiente: 4 Sterne

Essen & Trinken: 4 Sterne


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Hannover in Zahlen

  • Bundesland: Niedersachsen
  • Landkreis: Region Hannover
  • Fläche: 204,14 km²
  • Einwohner: ca. 550.000
  • Bevölkerungsdichte: 2552 Einwohner je km²
  • Postleitzahlen: 30159 - 30669
  • Ortsvorwahl: 0511
  • Kfz-Kennzeichen: H
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  • Wirtschaft: Firmendatenbanken
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     30159 Hannover
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