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Meine Stadt Herrenhausen: Das Schloss schwitzt weiter
Hannover Meine Stadt Herrenhausen: Das Schloss schwitzt weiter
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00:15 02.02.2016
In den Doppelfenstern 
im Foyer des Schlosses bildet sich regelmäßig Schwitzwasser. Darüber hat die NP auch schon vor einem Jahr berichtet. Getan hat sich seitdem wenig. Foto: Dröse
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Hannover

„Gegen die Kondenswasserbildung innerhalb der Kastenfenster hat der Vermieter Maßnahmen unternommen. An einem Fenster im Foyer wurden probeweise Nachbesserungen vorgenommen“, hieß es jetzt von Seiten der Stadt, die Mieterin des Gebäudekomplexes mit dem Museum ist. Über die Heizperiode solle nun beobachtet werden, ob die Maßnahmen erfolgreich seien.

Gebaut wurde das Schloss von der IVA KG im Auftrag der VW-Stiftung, die sich das Projekt rund 20 Millionen kosten ließ. Die Stadt als Mieterin muss die Probleme nicht beheben, sie muss jedoch schon lange damit leben. Die Schwierigkeiten mit der Luftfeuchtigkeit hatte die NP erstmals im Januar 2015 öffentlich gemacht. Damals hatten Mitarbeiter sogar über tränende Augen und Reizhusten geklagt. Als eine der Ursachen wurde – sogar gutachterlich – die Klimaanlage ausgemacht, ausgelöst durch eine fehlerhafte Einstellung.

Heute heißt es dazu: „Die Symptomatik der Schwitzwasserbildung hängt nicht mit der Klimaanlage zusammen. Die Zugerscheinungen, die mit der Lüftungsanlage zusammenhingen, wurden zwischenzeitlich durch den Vermieter behoben“, teilte Stadtsprecherin Anja Menge mit. Beschwerden durch das Personal habe es seither nicht mehr gegeben.

Das Kondenswasser in den Doppelfenstern tritt nur in den Wintermonaten auf. In den wärmeren Monaten, in denen Türen und Fenster geöffnet werden können, ist das Phänomen bislang nicht zu beobachten gewesen. Was dafür spricht, dass dieser Gebäudeteil nicht ausreichend mit Frischluft versorgt wird.

Schwitzwasser werde nach Aussage eines Experten für Hausdämmung erst dann zum Problem, wenn Fenster regelmäßig feucht werden. Dann könne es zu Schimmelbildung kommen. Ob Kondenswasser am Innenfenster entstehe, hänge von der Raum­temperatur, der Luftfeuchtigkeit und der Temperatur am Fenster ab. Als Faustformel gelte: Je nie-
driger die Außentemperatur, desto höher die Gefahr der Wasserbildung. Dabei gelte, wenn Wärme durchs Fenster nach außen dringe, bilde sich rasch Kondensat.

Andreas Voigt

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