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Meine Stadt Herrenhäuser erobert Hannover zurück
Hannover Meine Stadt Herrenhäuser erobert Hannover zurück
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00:16 29.12.2012
Läuft wieder gut: Der Absatz der Herrenhäuser-Brauerei. Quelle: NANCY HEUSEL
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Hannover

Mehr Bier abgesetzt, neue Herri-Kneipen als Kunden gewonnen und in der Stadt dank neuer Werbung präsenter: Zwei Jahre nach der Übernahme durch die Privatbrauerei Wittingen ist Hannovers letzte Privatbrauerei so gut aufgestellt wie seit mindestens drei Jahren nicht mehr. Rund 120000 Hektoliter Bier hatte die Herrenhäuser Brauerei im Geschäftsjahr 2011/2012 bis 30. September abgesetzt (NP berichtete) - ein Plus von 15000 Hektolitern im Vergleich zum Geschäftsjahr 2010/2011: „Herri“ schreibt wieder schwarze Zahlen. Was für Geschäftsführer Christian Schulz-Hausbrandt, der auch die Wittinger Brauerei leitet, aber genauso wichtig ist: „Wir sind in Hannover mit offenen Armen aufgenommen worden.Und inzwischen ist wieder Normalität in unseren Betrieb eingekehrt.“ In Zahlen ausgedrückt: Bei der Übernahme 2010 hatte Herrenhäuser noch 91000 Hektoliter verkauft und 72 Mitarbeiter beschäftigt. Jetzt sind es 92 Angestellte, erweitert wurde vor allem das Vertriebsnetz.

Gestiegen ist auch die Zahl der Herri-Kneipen in der Stadt: „Wir sind jetzt bei mehr als 500, die Hälfte sind Vereinsgaststätten“,so Schulz-Hausbrandt. Im fast abgelaufenen Jahr habe man 93 Kneipen hinzugewinnen können. Zu den Neu-Kunden zählen auch das Hotel Mercure City, das Radisson-Blu-Hotel am Messegelände, das Spielcasino RP5, das Restaurant Sultan Palace und das Café Extrablatt. „Hannover ist offen für unser Produkt“, hat Schulz-Hausbrandt festgestellt.

Biere aus Herrenhausen gibt es als Pilsener,Spezial, Alster und Weizen mittlerweile in der gesamten Region Hannover. Das Oktoberfestbier, erstmals im Herbst auf den Markt gekommen, will die Brauerei wohl dauerhaft etablieren. Den meisten Absatz erzielt Herrenhäuser im Lebensmittel-Einzelhandel und an Kiosken. Die Halbliterdose, das jüngste im Markt eingeführte Getränkeformat, hat sich nach Unternehmensangaben etabliert - vor allem an Tankstellen und bei 96-Fans, die „ihr Herri“ mit auf Auswärtsfahrt nehmen.

In den Braustandort hat die Geschäftsführung seit der Übernahme 2010 etwa 3,5 Millionen Euro investiert, darunter etwa 400000 Euro für eine Dampfkesselanlage und 200000 Euro für neue Bierkästen (80000 Stück). Aktuell wechselt Herrenhäuser die überalterte Kälteanlage aus - weitere rund 500000 Euro sind hier fällig.

Inzwischen gibt es auch einen eigenen Werbe- und Marketingetat, der sich auf rund 600000 Euro beläuft. Herrenhäuser unterstützt damit unter anderem die Basketballer der UBC Tigers, Desimos Spezial-Club in Linden und eine Vielzahl von Sportvereinen durch Trikotsponsoring und schaltet Werbung, darunter auf Hannovers Stadtbahnen.

Für das nächste Jahr rechnet Geschäftsführer Christian Schulz-Hausbrandt in einem insgesamt schwierigen deutschen Biermarkt mit einem leichten Absatzplus von rund 125000 Hektolitern. „Da sind wir ganz vorsichtig“, so Schulz-Hausbrandt.

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