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Meine Stadt Hemmingen: Petition soll Römerlager retten
Hannover Meine Stadt Hemmingen: Petition soll Römerlager retten
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12:46 31.01.2019
SCHAUSPIEL: Auf diesem Acker bei Hemmingen wurde das Marschlager gefunden. Quelle: Foto: Behrens
Hemmingen

Eine der größten archäologischen Sensationen Deutschlands in den vergangenen Jahren wird noch immer vom Kiesabbau bedroht. Unterstützer des Erhalts des Römerlagers bei Hemmingen wollen deshalb am 1. Februar eine Petition an den Landtag starten. Aus ihrer Sicht tut das Land zu wenig, um die archäologische Stätte vor der Zerstörung zu bewahren.

5000 Online-Unterzeichner müssen sie in den nächsten sechs Wochen sammeln, damit der Petitionsausschuss des Landtages verpflichtet ist, sich in einer mündlichen Anhörung mit dem Thema zu befassen.

Historische Stätte von europäischem Rang

Eine „historische Stätte von europäischem Rang“ sehen die Initiatoren der Petition gefährdet. Sie fordern ihren Erhalt, damit diese gründlich erforscht werden kann.

In der Pflicht sehen sie unter anderem Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast (CDU). Ihr Vorgänger, der Grüne Christian Meyer, hatte noch angekündigt, dass der „Schutz archäologischer Stätten Vorrang vor wirtschaftlichen Interessen der Kiesindus­trie“ habe. Deshalb wollte er wohlwollend die Streichung der Fläche als Vorranggebiet für den Abbau von Rohstoffen prüfen.

CDU-Minister und Weil sollen endlich handeln

Für das Römerlager wäre das wohl die Rettung gewesen. Otte-Kinast hat bisher aber keine Schritte in diese Richtung unternommen. Auch Wissenschaftsminister Björn Thümler (CDU) hat sich bisher nicht durch Initiativen zum Erhalt des Lagers hervorgetan. Auch ihn nehmen die Initiatoren der Petition in die Pflicht. Ebenso wie Ministerpräsident Stephan Weil (SPD), der sich „für den Erhalt von Kulturgütern“ einsetzen und den Kiesabbau verhindern soll.

Das Planfeststellungsverfahren für den Kiesabbau läuft bereits. Derzeit wartet die Region auf eine Stellungnahme durch das Landesamt für Denkmalpflege, in der es darum geht, welches Verfahren für eine Rettungsgrabung beim Kiesabbau in Frage kommt. „Dadurch erhalten wir Hinweise, ob das Verfahren zielführend ist, und welche Kosten damit verbunden sind“, erklärt Regionssprecher Klaus Abelmann. Alle Infos zur Petition gibt es unter www.roemerlager-wilkenburg.org.

Von Christian Bohnenkamp

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