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Steintor

Hells Angels: Frank Hanebuth auf Urlaub in Hannover

Rocker-Boss Frank Hanebuth (51) kommt nach Hause. Der Präsident des aufgelösten Hells-Angels-Charters Hannover durfte am Sonntag seit seiner Verhaftung im Juli 2013 auf Mallorca zum ersten Mal Spanien verlassen.

Hannover. Seine Familie und etwa 40 Rocker bereiteten ihm einen Riesen-Empfang am Flughafen in Langenhagen. Bleiben darf Hanebuth, der am Montag 52 Jahre alt wird, allerdings nur eine Woche. Das liegt am Ermittlungsverfahren, das weiter gegen ihn in Spanien läuft. „Ich bin eine Woche auf Urlaub“, so Hanebuth. Danach werde er zurückfliegen. Nach der Ankunft am Flughafen ging es in die City. „Wir feiern in meinen Geburtstag rein“, kündigte er an.

Etwa eine Stunde nach seiner Landung erreichte Hanebuth in einer weißen Stretch-Limo und eskortiert von Rockern auf ihren Motorrädern das Steintor. Vor der Sansibar erwarteten ihn mehrere hundert Menschen. Sie zückten ihre Handy-Kameras, um die Ankunft des Rocker-Chefs festzuhalten. Weil die Menschentraube den Verkehr blockierte, rückte die Polizei an.

Hanebuth war am 23. Juli 2013 bei der Operation „Casablanca“ auf Mallorca festgenommen worden. Bei der Rocker-Razzia auf Mallorca werden mehr als 20 Verdächtige verhaftet. Der 51-Jährige hält sich bei der Polizei-Aktion auf einer Finca in Lloret de Vistalegre im Inselinneren auf.

Die Chronologie der Ereignisse:

25. Juli 2013: Hanebuth wird Ermittlungsrichter Eloy Velasco in Palma de Mallorca vorgeführt. Der Jurist verkündet dem Rockerchef den Haftbefehl. Schwerster Vorwurf: Bildung einer kriminellen Vereinigung. Hanebuth kommt ins Gefängnis am Stadtrand der Inselhauptstadt in Isolationshaft.

23. August 2013: Ende der Einzelhaft. Hanebuth wird in den normalen Strafvollzug verlegt.

21. Oktober 2013: Die Ermittlungsbehörden geben 15 000 Seiten Akten frei. Aufgrund von monatelangen Nachermittlungen ist die Blattzahl inzwischen auf mehr als 40 000 angewachsen.

18. Oktober 2013: Unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen wird Hanebuth mit 17 anderen Rockern vom Gefängnis auf Mallorca nach Madrid verlegt. Die Behörden haben dazu extra ein Flugzeug gechartert. Ein richtiges Spektakel: Für den Transport zum Airport in Palma sperren Beamte der Nationalpolizei und der Guardia Civil mehrere Straßen

30. Oktober 2013: Es sickert durch, dass die spanischen Behörden Hanebuth für einen Bombenanschlag am Ammersee (Bayern) verantwortlich machen. Sie vermuten, dass er den Auftrag gegeben habe, einen Sprengsatz unter das Auto eines Familienmitglieds eines mutmaßlichen Millionenbetrügers zu legen.

23. Dezember 2013: Erneuter Gefängniswechsel. Hanebuth wird in eine Haftanstalt im andalusischen Cádiz gebracht.

18. Februar 2014: Die Bombenvorwürfe sind entkräftet: Die Staatsanwaltschaft im bayerischen Traunstein bestätigt, dass sie im Zusammenhang mit dem Attentat nicht gegen den inhaftierten Rockerboss ermittelt. Inzwischen ist das Verfahren gegen Hanebuth eingestellt worden.

27. Jui 2015: Der 51-Jährige kommt aus der Haft in Cádiz frei. Obwohl es keine Anklage gegen ihn gibt, darf er Spanien bis auf weiteres nicht verlassen.

11. September 2016: Überraschend erlauben die spanischen Behörden Hanebuth, nach Deutschland zu reisen. Allerdings nur für eine Woche. Danach muss er zurück nach Spanien und weiter auf den Ausgang des Ermittlungsverfahrens warten.

bm


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