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Meine Stadt Headis - für diesen Sport braucht man Köpfchen
Hannover Meine Stadt Headis - für diesen Sport braucht man Köpfchen
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15:35 16.06.2015
Quelle: Florian Petrow
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Hannover

Sie nennen sich Headzilla, Plattenbrecher, Torpheado und Rampage-Roulade. Aber wenn sie an den Start gehen, stehen sie nicht etwa in der Wrestling-Arena (was die Namen vermuten lassen könnten), sondern an der Tischtennisplatte. Torsten Heilmann alias Headzilla und seine Sportfreunde spielen Headis.

Der Begriff Headis setzt sich aus dem Wort „head“ (englisch für ,Kopf‘) und dem Suffix „is“ aus „Tennis“ zusammen und ist die offizielle Bezeichnung für die Trendsportart Kopfballtischtennis. Heilmann hatte Anfang vergangenen Jahres einen Fernsehbericht darüber gesehen und wollte Headis unbedingt selbst ausprobieren. Er bestellte den speziellen Ball im Internet und lud Freunde zu einem Spiel ein. An einer Tischtennisplatte auf einem Spielplatz an den Ihmeauen probierten sie Headis gemeinsam aus. Der erste Versuch machte jede Menge Spaß: „Wir mussten nach 20 Minuten vor lauter Lachen abbrechen“, erinnert sich der 50-Jährige.

Etwa ein Dreivierteljahr lang trafen sich die Headis-Begeisterten regelmäßig an der Platte. Aus einer Trainingsstunde wurden viele. „Wir haben häufig bis in die Abendstunden gespielt. Wenn es einmal Klick macht, kommst du nicht davon los“, erzählt Heilmann. Als die kühlere Jahreszeit die Trainingsbedingungen draußen schwieriger machte, beschloss Heilmann, den Vorsitzenden von TuS Marathon anzusprechen, um eine langfristige Lösung zu finden. Seit Ende November trainieren die Headis montags ab 18 Uhr in der oberen Sporthalle der Anna-Siemsen-Schule (Im Moore 38) in der Nordstadt. Der Sportverein gründete eine Headis-Sparte. Mittlerweile hat sie 20 Mitglieder - Tendenz steigend.

Die Regeln der Sportart ähneln denen des Tischtennis. Die Headis spielen mit einem etwa 100 Gramm schweren speziellen Gummiball, der einen Durchmesser von sieben Zoll hat. Den Ball bewegen sie ausschließlich mit dem Kopf. Sie dürfen beim Spiel mit allen Körperteilen an die Platte kommen. Nach jedem Ballwechsel muss allerdings ein Körperteil den Boden berühren. Im Eifer des Gefechts kommt es häufig vor, dass ein Headi mit dem ganzen Körper auf der Platte liegt. „Deshalb sollte man unbedingt darauf achten, an einer stabilen Platte zu spielen. Es ist außerdem empfehlenswert, sich daran festzuhalten“, rät Heilmann. Blaue Flecken und Schrammen bleiben trotzdem nicht aus. „Headis ist aber nicht gefährlich“, betont Heilmann.

Ein Satz gilt als gewonnen, wenn ein Spieler elf Punkte erreicht hat. Haben beide Spieler zehn Punkte, gewinnt derjenige, der mit zwei Punkten führt. Dass es beim Headis nicht nur um sportliche Erfolge, sondern vor allem um Spaß geht, zeigt sich beim Training der Sparte von TuS Marathon: Während die Sportler bei dem temporeichen Spiel an den Platten ins Schwitzen kommen, wummert immer laute Musik durch die Halle. „Das gehört einfach dazu“, meint Heilmann. Genauso wie die außergewöhnlichen Spielernamen.

Wer sich selbst ein Bild von Headis machen möchte, hat am Sonnabend, 27. Juni, von 13 bis 21 Uhr die Chance dazu: Die Sparte stellt sich am Sporttag „Perspektive Sport“ auf dem Opernplatz vor. Weitere Informationen gibt es im Internet und bei Torsten Heilmann unter Telefon 0176/ 20 73 23 60 und nach einer E-Mail an „heiliger.strohsack@web.de“.

www.djk-tus-marathon-hannover.de

Sabrina Friedrich

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