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Unternehmen

Hat Regiobus eine Million verschlampt?

Die FDP-Fraktion in der Regionsversammlung hat eine Anfrage an die Regionsverwaltung gestellt. Kern der Anfrage: Hat die Regiobus GmbH ein Millionenloch produziert? Ferner wollen die Liberalen wissen, ob das Unternehmen wesentliche Punkte des Wirtschaftsplans 2016 verfehlt habe. Eine wirtschaftliche Misere käme zur Unzeit für die Regiobus. Denn 2018 will der Gesellschaft, die Region, die Zusammenarbeit mit dem Busunternehmen auf neue Beine stellen – auch aus Kostengründen.

hannover. Sind die finanziellen Sorgen bei der Regiobus größer als gedacht? Die FDP-Fraktion hat eine Anfrage an die Regionsverwaltung gestellt. Darin heißt es: „Ist die bisher nicht bestätigte Information richtig, dass die Bilanz für 2016 der Regiobus GmbH einen Fehlbetrag von etwa einer Million Euro aufweisen soll?“.

„Die Verwaltung hat jetzt zwei Wochen Zeit unsere Anfrage zu beantworten“, erklärte Gerhard Kier, stellvertretender Fraktionschef. Er fragt auch, ob bereits eine Bilanz für 2016 vorliege. Ferner möchte er wissen, ob die Regiobus für 2016 bereits das Testat vom Wirtschaftsprüfer erhalten habe. Sollte eine unerwartete Finanzlücke von einer Million Euro aufgetreten sein, dürfte das eigentlich nicht der Fall sein.

Seit 2010 ist der Kostendeckungsgrad der Regiobus von 53 auf etwa 44 Prozent gesunken. Und das trotz niedriger Zinsen und gesunkener Kraftstoffpreise. Um den Zuschussbedarf in den Griff zu bekommen, will die Region einen öffentlichen Dienstleistungsauftrag abschließen. Der Gesellschafter verzichtet ab 2020 auf europaweite Ausschreibungen, dafür muss die Firma sich an wirtschaftliche Vorgaben halten und Qualitätskriterien garantieren. Insofern wäre ein plötzlich auftretendes Finanzloch eine schwere Bürde für die Kooperationsvereinbarung zwischen Region und Unternehmen.

Grund für die Anfrage der FDP ist die Berichterstattung der NP überschwere Mobbingvorwürfe gegen Regiobus-Chef Hans-Georg Martensen.

Deshalb will die FDP auch wissen, ob vermehrte Kosten im Personal- und Sachkostenbereich Grund für den Fehlbetrag sein könnten.

In der Vergangenheit hat es jahrelange Arbeitsrechtsstreitigkeiten gegeben haben, die die Regiobus größtenteils verloren habe, sagen Insider. Der Kostenaufwand für Suspendierungen, Neueinstellungen, Ablösezahlungen soll sich nach Expertenschätzung mindestens im hohen sechsstelligen Bereich bewegen.

Von Thomas Nagel


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