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UNTER WASSER: Ein Roboter des Forschungsteams in der Tiefsee.© dpa

Forschung

Hannoversche Wissenschaftler in der Tiefsee

Wissenschaftler aus vier deutschen Meeresforschungsinstituten wollen von Mitte April an in tausenden Metern Tiefe im Pazifik rohstoffreiche Manganknollen erkunden.

HANNOVER. Nach Auffassung des Expeditionsleiters Carsten Rühlemann von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) in Hannover sind die schwarzen, metallhaltigen Gebilde die „Rohstoffquelle der Zukunft“. Die 23 Wissenschaftler an Bord des deutschen Forschungsschiffes „Sonne“ werden den Einfluss von Mikroorganismen auf die Entstehung dieser Knollen erforschen.    

Die Knollen entstehen auf dem Grund des Ozeans in einer Tiefe von rund 5000 Metern und sind Rohstoffablagerungen, die in Millionen Jahren entstanden sind. Sie enthalten größere Anteile Mangan und Eisen, aber auch rund drei Prozent Kupfer, Nickel oder Kobalt. An der Expedition beteiligen sich Wissenschaftler der BGR, des Alfred-Wegener Instituts in Bremerhaven, des Deutschen Zentrums für Marine Biodiversitätsforschung am Senckenberg-Institut in Wilhelmshaven und des Leibniz-Institutes für Meereswissenschaften in Kiel.    

Grundlage für die Forschungsreise ist ein Vertrag der Internationalen Meeresbodenbehörde der Vereinten Nationen und der BGR aus dem Jahr 2006. Er gibt Deutschland das Recht, auf einem Arsenal von 75 000 Quadratkilometern den Bestand der Knollen zu erfassen. Bei der Expedition sollen auch grundlegende Daten über die potenziellen Lagerstätten gesammelt werden. 


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